Richtig rasieren – die Nassrasur Schritt für Schritt
Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten
Eine gute Rasur beginnt lange vor der ersten Klingenbahn und endet erst mit der Pflege danach. Wer die Schritte kennt, rasiert glatter und mit deutlich weniger Rötungen.
- Dauer
- 10–15 Minuten
- Wann
- nach dem Duschen
- Wichtigste Regel
- mit der Wuchsrichtung beginnen
1. Haut und Haar vorbereiten
Barthaar ist trocken ziemlich hart. Wasser macht es weicher – nach einigen Minuten Kontakt mit warmem Wasser lässt es sich deutlich leichter schneiden. Am einfachsten rasierst du deshalb direkt nach dem Duschen. Alternativ ein warmes, feuchtes Handtuch für eine oder zwei Minuten auf das Gesicht legen, wie beim Barbier.
Wer empfindliche Haut hat, kann zusätzlich ein Pre-Shave-Öl auftragen. Es legt einen Gleitfilm unter den Schaum.
2. Einschäumen
Ob Rasierseife mit Pinsel, Creme oder Gel: Der Schaum soll das Haar aufrichten, die Haut schützen und der Klinge Gleitfähigkeit geben. Mit einem Rasierpinsel in kreisenden Bewegungen aufgetragen, stellt er die Haare zusätzlich auf. Den Schaum eine Minute einwirken lassen.
3. Wuchsrichtung kennen
Fahre mit der flachen Hand über die Stoppeln. Wo es glatt ist, streichst du mit dem Strich, wo es kratzt, dagegen. Die Richtung ändert sich: an den Wangen meist nach unten, am Hals oft schräg oder sogar nach oben. Es lohnt sich, das einmal in Ruhe zu erfühlen – die Skizze oben zeigt ein typisches Muster.
4. Der erste Durchgang: mit dem Strich
- Klinge in einem flachen Winkel von etwa 30 Grad ansetzen (beim Systemrasierer übernimmt der bewegliche Kopf das).
- Kaum Druck. Die Klinge soll gleiten, nicht schaben.
- Kurze Züge, zwei bis vier Zentimeter, und die Klinge nach jedem Zug abspülen.
- Mit der freien Hand die Haut leicht straffen, vor allem am Hals.
5. Weitere Durchgänge
Für eine glattere Rasur neu einschäumen und quer zur Wuchsrichtung rasieren. Ein dritter Durchgang gegen den Strich bringt das glatteste Ergebnis, reizt aber am stärksten. Wer zu Rasurbrand oder Pickeln neigt, lässt ihn weg.
Merke: Nie über trockene Haut rasieren. Wenn der Schaum weg ist, lieber neu einschäumen als „schnell noch einmal drüber“.
6. Abspülen und beruhigen
Mit kaltem oder lauwarmem Wasser abspülen, mit einem sauberen Handtuch trocken tupfen. Kleine Schnitte mit einem Alaunstift stillen. Danach ein Aftershave ohne viel Alkohol oder einen Balsam.
7. Klinge pflegen
Klinge gut ausspülen und trocken lagern. Stumpfe Klingen sind die häufigste Ursache für Reizungen. Wann eine Klinge stumpf ist, spürst du am Ziehen – bei Rasierhobeln hält eine Klinge je nach Bart oft drei bis sieben Rasuren.
Rasieren mit Bart
Wer Bart trägt, rasiert meist nur Konturen. Hier gilt dasselbe, nur auf kleiner Fläche. Ein transparentes Rasiergel hilft, weil man die Linie durch den Schaum hindurch sieht. Wo Hals- und Wangenlinie liegen sollten, steht unter Bartkonturen.
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