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Rasur

Der Rasierpinsel – Haararten, Größe und Pflege

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Ein Rasierpinsel macht aus Seife und Wasser einen dichten Schaum, stellt die Barthaare auf und massiert die Haut. Welcher Pinsel passt, hängt vor allem am Material der Haare.

Material
Dachs, Borste, Synthetik
Größe
Knoten meist 20–26 mm
Pflege
ausspülen, hängend oder stehend trocknen
Mehrere Rasierpinsel mit unterschiedlichen Haaren nebeneinander
Rasierpinsel im Vergleich – von der festen Borste bis zum weichen Dachshaar. Foto: Incuso, Public domain, Wikimedia Commons.

Wozu ein Pinsel?

Schaum aus der Dose oder einem Gel lässt sich mit den Händen auftragen. Ein Pinsel macht drei Dinge besser: Er schlägt aus Rasierseife oder -creme einen feinen, wasserreichen Schaum, er stellt die Barthaare auf, sodass die Klinge sie besser erfasst, und er massiert die Haut, was vielen als angenehmer Teil des Rituals gilt.

Die Haararten

MaterialGefühlWasserBesonderheit
Dachshaarweich, dichtspeichert vielklassisch, Qualitätsstufen, tierisches Produkt
Schweineborstefest, kratzig am Anfangspeichert weniggünstig, wird mit der Zeit weicher
PferdehaarmittelmittelNebenprodukt, eher selten
Synthetikweich bis festspeichert wenig, trocknet schnellvegan, pflegeleicht, heute sehr gut

Dachshaar wird traditionell nach Qualität sortiert; gängige Handelsbezeichnungen sind „Pure“, „Best“ und „Silvertip“, wobei Silvertip als die weichste gilt. Die Begriffe sind aber nicht geschützt und von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Synthetische Pinsel haben in den letzten Jahren stark aufgeholt, trocknen schnell und schimmeln nicht.

Rasierpinsel mit Silvertip-Dachshaar in Nahaufnahme
Ein Rasierpinsel mit sogenanntem Silvertip-Dachshaar: die hellen Spitzen gaben der Qualitätsstufe den Namen. Foto: Me, CC0, Wikimedia Commons.

Die richtige Größe

Pinsel werden meist nach dem Durchmesser des Haarknotens am Griff angegeben. Knoten zwischen 20 und 24 Millimetern sind vielseitig. Größere Pinsel sind üppiger, brauchen aber mehr Seife und mehr Platz im Tiegel. Für die Reise gibt es kleine Pinsel mit Schutzhülse.

So schlägst du Schaum auf

  1. Pinsel eine Minute in warmem Wasser einweichen, dann leicht ausschütteln.
  2. Mit kreisenden Bewegungen über die Seife streichen, bis der Pinsel geladen ist.
  3. In einer Schale oder direkt im Gesicht aufschäumen, dabei nach und nach ein paar Tropfen Wasser dazugeben.
  4. Der Schaum ist fertig, wenn er glänzt, dicht ist und kleine Spitzen bildet – ähnlich wie Joghurt, nicht wie Badeschaum.

Merke: Zu wenig Wasser gibt einen trockenen, bröseligen Schaum, zu viel einen dünnen, der zerfällt. Lieber tropfenweise nachlegen.

Pflege

  • Nach jeder Rasur gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen, bis keine Seife mehr darin ist.
  • Leicht ausschütteln, nicht auswringen.
  • Mit den Haaren nach unten hängend oder stehend an einem luftigen Ort trocknen lassen – nicht im geschlossenen Schrank.
  • Naturhaar gelegentlich mit mildem Shampoo waschen.

Pinsel und Bart

Auch wer nur Konturen rasiert, profitiert von einem Pinsel: Der Schaum lässt sich präzise auftragen, und die Haare an der Halslinie stellen sich auf. Mehr zum Ablauf steht unter Richtig rasieren.

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