Ein Bart ist mehr als Haar im Gesicht. Er verändert dein Aussehen, braucht Pflege und kann fast jede Form annehmen – vom 3-Tage-Bart bis zum Vollbart. Auf dieser Seite findest du alles Wichtige zum Thema Bart für Deutschland: Bartstile, Bartformen, Barttypen, den richtigen Bart Schnitt, Bartpflege, Rasur und Hilfe bei Hautproblemen.
Der Text ist bewusst einfach gehalten. Du kannst von oben nach unten lesen oder über das Inhaltsverzeichnis direkt zu deinem Thema springen. Zu jedem Bereich gibt es außerdem einen ausführlichen Beitrag im Bart-Magazin.
Sechs Bartstile – ein Klick springt zum passenden Abschnitt.
Bart und Bartwuchs: Haar, Haut und Hormone
Ein Bart entsteht, wenn in der Pubertät feine Flaumhaare im Gesicht zu kräftigen Barthaaren werden. Fachleute sprechen vom Umbau von Vellushaar zu Terminalhaar. Gesteuert wird das vor allem von den Hormonen Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT). Wie stark die Haarwurzeln im Gesicht auf diese Hormone reagieren, ist erblich. Deshalb hat nicht jeder Mann mit normalen Hormonwerten auch einen dichten Bart.
Barthaar ist dicker als das Haar auf der Kopfhaut, oft krauser und trockener. Die Haut unter dem Bart produziert Talg, aber bei einem Bart ab etwa zwei Zentimetern reicht das nicht mehr bis in die Spitzen. Darum ist Bartpflege vor allem Hautpflege plus Haarpflege.
Was ist ein Bart?
Als Bart bezeichnet man die Gesamtheit der Haare an Kinn, Wangen, Oberlippe und Hals. Einen Überblick über die Geschichte bietet der Wikipedia-Artikel Bart. Im Alltag unterscheiden wir Bartstile nach Fläche (Vollbart oder Teilbart), Länge (Stoppel bis langer Bart) und Form (rund, eckig, spitz).
Wie schnell wächst ein Bart?
Barthaar wächst im Durchschnitt um die 0,4 Millimeter pro Tag. Die Zahlen unten sind Richtwerte. Manche Männer kommen deutlich schneller voran, andere langsamer.
Bartwuchs in Zahlen (Durchschnitt)
Zeit ohne Rasur
Bartlänge etwa
Ergebnis
3 Tage
1–1,5 mm
Stoppeln, beginnender 3-Tage-Bart
1 Woche
3 mm
kräftiger Stoppelbart
4 Wochen
1 cm
kurzer Vollbart
3 Monate
3–4 cm
mittellanger Bart
6 Monate
ca. 7 cm
langer Bart
12 Monate
12–15 cm
sehr langer Bart, Wikingerbart möglich
Wann wächst der Bart dicht?
Der Bartwuchs beginnt meist in der Pubertät an der Oberlippe, dann folgen Kinn und Wangen. Viele Männer haben erst Mitte oder Ende zwanzig einen dichten Vollbart. Wer mit 18 noch Lücken hat, muss also nicht aufgeben. Mehr dazu unter Bartwuchs und Alter und Bart wächst nicht.
Genetik bestimmt, wie dicht und wo dein Bart wächst.
Hormone wie Testosteron und DHT regen die Haarwurzeln an.
Alter entscheidet, wie weit der Umbau der Haare schon ist.
Pflege lässt einen Bart dichter wirken, ändert aber nicht die Zahl der Haare.
Die ausführliche Erklärung steht in der Rubrik Bartwuchs & Haut. Wie du einen lückigen Bart optisch voller machst, zeigt Bart dichter machen.
Bartstile
Bartstile unterscheiden sich in Länge, Fläche und Form. Manche brauchen einen dichten Bartwuchs, andere funktionieren auch mit Lücken an den Wangen. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Bartstile auf einen Blick. Ein Klick auf den Namen springt zur Bildergalerie.
Wichtig: Bartstile sind nicht genormt. Was ein Barbier „Goatee“ nennt, heißt beim nächsten „Circle Beard“. Bei der Bart-Weltmeisterschaft gibt es dagegen feste Kategorien. Mehr über alle Formen steht in der Rubrik Bartstile.
Aus einem Vollbart lässt sich fast jeder andere Bartstil herausschneiden – umgekehrt geht es nicht.
Bart Styles im Überblick: Vollbart, Schnurrbart, Kinnbart und mehr
Hier siehst du zehn Bart Styles als Zeichnung, jeweils in vier Bartfarben: dunkelbraun, schwarz, rotblond und grau meliert. So erkennst du, wie ein Bartstil bei deiner eigenen Haarfarbe wirkt. Heller Bart wirkt auf Distanz weniger dicht als dunkler. Grauer Bart braucht besonders saubere Konturen.
Der Vollbart ist der beliebteste Bart Style in Deutschland. Er verbindet Wangen, Kinn und Schnurrbart zu einer geschlossenen Form. Der Schnurrbart (auch Schnauzbart oder Moustache) ist dagegen ein Teilbart nur über der Lippe. Die übrigen Bart Styles liegen dazwischen.
Vollbart
DunkelbraunSchwarzRotblondGrau meliert
Der Vollbart bedeckt Wangen, Kinn und Oberlippe. Er ist der Klassiker unter den Bartstilen und wirkt je nach Länge gepflegt-kurz oder kräftig-lang. Länge: ab ca. 1 cm, Pflegeaufwand: mittel, passt besonders zu ovale und eckige Gesichter.
Ein kurzer Vollbart ist nach etwa vier bis sechs Wochen erreicht. Für die meisten Gesichter gilt beim Trimmen: Wangen etwas kürzer, Kinn etwas länger. Die Halslinie ziehst du wöchentlich nach, die Länge alle zwei bis vier Wochen. Bartöl hält die Haut darunter geschmeidig, ab mittlerer Länge hilft ein Bartbalsam gegen abstehende Haare.
Der 3-Tage-Bart ist kurz, aber nicht pflegeleicht. Er braucht eine feste Länge und saubere Konturen, sonst wirkt er ungepflegt. Länge: 1–3 mm, Pflegeaufwand: hoch (oft trimmen), passt besonders zu fast alle Gesichtsformen.
Üblich sind ein bis drei Millimeter. Ein Barttrimmer mit feinen Stufen ist fast unverzichtbar, weil jeder Tag Wachstum sofort auffällt. Die Halslinie ist beim 3-Tage-Bart noch wichtiger als beim Vollbart: Stoppeln bis zum Kragen wirken schnell ungepflegt. Eine leichte Creme oder ein paar Tropfen Bartöl gegen Juckreiz reichen als Pflege.
Der Schnurrbart – auch Schnauzbart oder Moustache – wächst nur über der Oberlippe. Er reicht vom schmalen Pencil bis zum gezwirbelten Handlebar. Länge: ab ca. 1 cm, Pflegeaufwand: mittel, passt besonders zu längliche Gesichter.
Zum Zwirbeln müssen die Seiten zwei bis drei Zentimeter lang werden. Die Mitte kürzt du regelmäßig an der Lippenlinie, die Seiten lässt du wachsen. Bartwichse hält gezwirbelte Spitzen den ganzen Tag. Im November lassen viele Männer im Rahmen des Movember einen Schnurrbart für die Männergesundheit wachsen.
Beim Goatee verbinden sich Schnurrbart und Kinnbart rund um den Mund. Die Wangen bleiben frei. Das ist ideal, wenn dort wenig Bart wächst. Länge: 3–15 mm, Pflegeaufwand: mittel, passt besonders zu runde und eckige Gesichter.
Das englische Wort goatee meint eigentlich nur einen Bart am Kinn. Im deutschen Sprachgebrauch ist mit Goatee meist die Kombination aus Schnurrbart und Kinnbart rund um den Mund gemeint. Die Breite sollte ungefähr der Breite des Mundes entsprechen. Weil die Wangen frei sind, rasierst du sie alle zwei bis drei Tage.
Der Kinnbart wächst nur am Kinn. Als Spitzbart oder Ziegenbart streckt er das Gesicht und lenkt den Blick nach unten. Länge: variabel, Pflegeaufwand: mittel, passt besonders zu runde Gesichter.
Das Kinn ist bei den meisten Männern die Stelle mit dem dichtesten Bartwuchs. Deshalb funktioniert der Kinnbart auch bei lückigen Wangen. Als Spitzbart hält er seine Form mit etwas Bartwachs besser. Bei einem langen, schmalen Gesicht wirkt ein kurzer, runder Kinnbart harmonischer als ein spitzer.
Der Anker-Bart kombiniert einen spitzen Kinnbart entlang der Kieferlinie mit einem getrennten Schnurrbart. Zusammen sieht das aus wie ein Schiffsanker. Länge: 4–8 Wochen Wuchs, Pflegeaufwand: hoch (Symmetrie), passt besonders zu runde und eckige Gesichter.
Beim Anker-Bart sind Symmetrie und saubere Kanten alles. Arbeite beim Trimmen abwechselnd links und rechts und kontrolliere nach jedem Schritt im Spiegel. Die Arme des Ankers verlaufen etwa ein bis zwei Finger breit entlang der Kieferlinie. Die Wangen und Koteletten rasierst du alle zwei bis drei Tage.
Der Henriquatre ist nach König Heinrich IV. von Frankreich benannt: Schnurrbart plus schmaler, spitzer Kinnbart. Länge: 6–10 Wochen Wuchs, Pflegeaufwand: mittel, passt besonders zu runde Gesichter.
Heinrich IV. regierte von 1589 bis 1610 als König von Frankreich. Auf Porträts trägt er einen kräftigen Schnurrbart und einen schmalen Spitzbart. Heute wird der Henriquatre meist kürzer getragen. Ein wenig Bartwachs am Kinn und Bartwichse für die Schnurrbartspitzen halten die Form.
Der Wikingerbart ist lang, voll und oft geflochten. Er braucht viel Geduld, Bartöl und einen groben Bartkamm. Länge: ab ca. 10 cm, Pflegeaufwand: hoch, passt besonders zu ovale und längliche Gesichter.
Das Bild vom zotteligen Wikinger stammt vor allem aus Gemälden und Opern des 19. Jahrhunderts. Kämme aus Knochen und Geweih gehören aber zu den häufigsten Funden der Wikingerzeit – Bartpflege war also schon damals Thema. Für einen Bartzopf teilst du am Kinn einen Strang ab und flichtst ihn locker.
Ein langer Bart ist ein Projekt über Monate. Die schwierigste Phase kommt nach etwa drei Monaten, wenn der Bart absteht. Länge: ab ca. 10–15 cm, Pflegeaufwand: hoch, passt besonders zu ovale Gesichter.
Zwischen drei und sechs Monaten steht ein wachsender Bart oft zu den Seiten ab. Das ist die Phase, in der viele aufgeben. Täglich kämmen, auf niedriger Stufe föhnen und etwas Balsam einarbeiten hilft. Die Spitzen schneidest du alle vier bis acht Wochen um wenige Millimeter, damit kein Spliss entsteht.
Auch kein Bart ist ein Bart Style: Die glatte Rasur braucht eine gute Technik, damit Haut und Rasurbrand kein Thema werden. Länge: 0 mm, Pflegeaufwand: hoch (tägliche Rasur), passt besonders zu alle Gesichtsformen.
Für eine glatte Rasur weichst du das Barthaar mit warmem Wasser auf, schäumst gut ein und rasierst im ersten Durchgang mit dem Strich. Eine scharfe Klinge ist wichtiger als die Zahl der Klingen. Wer zu Rasurbrand neigt, kommt mit einem Rasierhobel oder einem Elektrorasierer oft besser zurecht.
Bartformen und Gesichtsform: welcher Bart Style passt zu mir?
Die passende Bartform hängt vor allem von deiner Gesichtsform ab. Das Prinzip ist einfach: Der Bart soll ausgleichen. Wo dein Gesicht schon breit ist, bleibt der Bart kurz. Wo Fülle fehlt, darf er länger sein. Stell dich vor einen Spiegel, kämme die Haare zurück und achte auf drei Dinge: Wo ist das Gesicht am breitesten? Wie lang ist es? Ist das Kinn rund, eckig oder spitz?
Neben den Bartstilen gibt es verschiedene Barttypen. Damit meinen wir die Eigenschaften deines Bartes, die du kaum beeinflussen kannst: Dichte, Haarstruktur und Farbe. Wer seinen Barttyp kennt, wählt leichter den passenden Bart Style.
Barttypen und was zu ihnen passt
Barttyp
Kennzeichen
Tipp
Dichter Bart
gleichmäßiger Wuchs an Wangen und Kinn
Vollbart, langer Bart, Wikingerbart
Lückiger Bart
dünne Stellen an Wangen oder Mundwinkeln
Goatee, Kinnbart oder mehr Länge
Krauser Bart
stark gelocktes Barthaar
Bartbalsam, Bartglätter, Vorsicht bei der Rasur
Glatter Bart
Haare liegen flach
Bartbürste reicht oft, wenig Stylingprodukte
Heller Bart
blond oder rotblond
etwas länger tragen, saubere Konturen
Grauer Bart
weniger Pigment im Haar
mehr Pflege, Silbershampoo gegen Gelbstich
Wie finde ich meinen Barttyp?
Lass den Bart vier Wochen wachsen und schau bei Tageslicht in den Spiegel. Wo ist er dicht, wo dünn? Wie fühlt sich das Haar an? Mach ein Foto – auf Fotos siehst du deinen Barttyp besser als im Spiegel.
Bart Schnitt: Bart trimmen mit Barttrimmer, Schere und Kamm
Ein Bart wirkt nicht durch seine Länge gepflegt, sondern durch einen gleichmäßigen Schnitt und klare Kanten. Mit einem Barttrimmer (Haarschneider), einer Bartschere und einem Bartkamm schaffst du einen sauberen Bart Schnitt auch zu Hause. Plane beim ersten Mal 20 bis 30 Minuten ein.
Bart trimmen in acht Schritten
Bart waschen und trocknen
Wasche den Bart mit einem milden Bartshampoo und lass ihn vollständig trocknen. Nasses Haar ist länger als trockenes. Wer nass trimmt, schneidet fast immer zu kurz.
Kämmen
Kämme den Bart erst gegen und dann mit der Wuchsrichtung. So stehen alle Barthaare in ihrer natürlichen Lage, und du siehst die echte Länge.
Länge wählen
Starte mit einem längeren Aufsatz am Barttrimmer, als du am Ende willst. Eine Stufe kürzer geht in Sekunden. Ein zu kurzer Bart braucht Wochen.
Form geben
Trimme die Wangen etwas kürzer als das Kinn. Das streckt das Gesicht und gibt dem Bart eine klare Richtung.
Schnurrbart kürzen
Kämme den Schnurrbart gerade nach unten und kürze mit der Bartschere alle Haare, die über die Oberlippe hängen.
Halslinie setzen
Lege zwei Finger über den Adamsapfel. Dort liegt der tiefste Punkt der Halslinie. Alles darunter kommt weg.
Wangenlinie säubern
Entferne nur einzelne Haare oberhalb der natürlichen Wangenlinie. Eine zu tiefe Linie wirkt schnell künstlich.
Kontrollieren und ölen
Kämme noch einmal durch, vergleiche beide Seiten im Spiegel und massiere zum Schluss ein paar Tropfen Bartöl in die Haut.
Bart trimmen: Checkliste für Trimmer, Kamm und Schere
Barttrimmer geladen, Aufsätze bereit
Bartkamm mit grober und feiner Zahnung
scharfe Bartschere für Schnurrbart und Ausreißer
gutes Licht und ein Handspiegel für die Seiten
trockener, gekämmter Bart
Bart-Konturen: Halslinie und Wangenlinie
Die Halslinie ist die wichtigste Kontur. Sie liegt etwa zwei Finger breit über dem Adamsapfel und verläuft in einem leichten Bogen bis hinter das Ohrläppchen. Liegt sie zu hoch, wirkt der Bart wie aufgeklebt. Die Wangenlinie lässt du am besten natürlich und entfernst nur einzelne Haare darüber.
Wie oft trimmen?
Trimm-Rhythmus nach Bartstil
Bartstil
Länge nachschneiden
Konturen
3-Tage-Bart
alle 2–3 Tage
alle 2–3 Tage
kurzer Vollbart
alle 1–2 Wochen
wöchentlich
mittellanger Bart
alle 3–4 Wochen
wöchentlich
langer Bart
Spitzen alle 4–8 Wochen
alle 1–2 Wochen
Schablonen (englisch Stencils) aus Kunststoff helfen beim ersten Mal, führen aber oft zu sehr geraden, künstlichen Kanten. Mit etwas Übung geht es ohne. Die ausführliche Anleitung steht unter Bart trimmen, schneiden, stutzen und Bartkonturen.
Von lang nach kurz arbeiten: Eine Stufe kürzer ist in Sekunden gemacht, ein zu kurzer Bart braucht Wochen.
Bartpflege: Shampoo, Conditioner, Bartöl, Balsam und Pomade
Gute Bartpflege braucht weniger Produkte, als die Regale in der Drogerie vermuten lassen. Für die meisten Bärte reichen ein mildes Shampoo, ein Bartöl und ein Kamm. Balsam, Wachs und Pomade kommen dazu, wenn der Bart länger wird. In Deutschland stehen alle Inhaltsstoffe nach EU-Kosmetikrecht auf der Verpackung. Ein Blick auf die Liste lohnt sich, besonders bei Duftstoffen.
Waschen: zwei- bis dreimal pro Woche mit Bartshampoo (Haarwaschmittel für den Bart), sonst nur Wasser.
Ölen: drei bis fünf Tropfen Bartöl nach dem Waschen, erst in die Haut, dann ins Haar.
Kämmen oder bürsten: entwirrt, verteilt das Öl und gewöhnt das Haar an eine Richtung.
Trimmen: je nach Bartstil alle ein bis vier Wochen.
Bartöl, Balsam oder Wachs?
Bartöl pflegt vor allem die Haut. Bartbalsam pflegt das Haar und gibt leichten Halt. Bartwachs und Pomade geben starken Halt, pflegen aber wenig. Die Faustregel: Kurzer Bart – Öl. Mittellanger Bart – Öl plus Balsam. Langer Bart – Öl plus Balsam oder Wachs. Den ausführlichen Vergleich liest du unter Bartöl oder Bartwachs.
Conditioner für den Bart
Ein Conditioner glättet das Haar nach dem Waschen. Er lohnt sich vor allem bei langen, krausen Bärten. Bei kurzen Bärten übernimmt Bartöl die gleiche Aufgabe. Mehr unter Bart weich machen.
Bart & Haut: Pflegehinweis zu Shampoo und Duftstoffen
Duftstoffe und ätherische Öle sind die häufigsten Auslöser von Hautreizungen im Bart. Wenn die Haut brennt oder juckt, probiere zuerst ein unparfümiertes Bartöl und ein mildes Shampoo.
Rasur, Rasierer und Rasurbrand: saubere Konturen am Bart
Auch wer einen Bart trägt, rasiert: den Hals, die Wangen über der Bartlinie oder die Flächen rund um einen Goatee. Die Rasur gelingt mit Nassrasierer, Rasierhobel, Rasiermesser oder Elektrorasierer. Jedes Werkzeug hat Vor- und Nachteile.
Rasierer im Vergleich
Werkzeug
Vorteil
Nachteil
Systemrasierer (z. B. von Gillette)
einfach, gründlich
mehrere Klingen reizen empfindliche Haut
Rasierhobel
eine Klinge, günstige Ersatzklingen
braucht etwas Übung
Rasiermesser
präzise Bartkonturen
steile Lernkurve, Pflege nötig
Elektrorasierer
schnell, schont die Haut
weniger glatt
Hybridgeräte (z. B. Philips OneBlade)
trimmen und rasieren in einem
nicht ganz so glatt wie Nassrasur
Rasurbrand vermeiden
Rasurbrand entsteht, wenn die Klinge zu viel von der Haut abträgt. Die häufigsten Gründe sind eine stumpfe Klinge, zu viel Druck und die Rasur gegen den Strich. Diese Regeln helfen:
nach dem Duschen rasieren, wenn das Barthaar weich ist
mit Rasiergel oder Rasierseife und Pinsel arbeiten
erster Durchgang immer mit dem Strich
kaum Druck, Klinge regelmäßig wechseln
danach kalt abspülen und einen Balsam ohne Alkohol auftragen
Nassrasur Schritt für Schritt
Die komplette Anleitung mit Klingenwinkel und Wuchsrichtung steht unter Richtig rasieren. Hilfe bei Pickeln nach der Rasur findest du unter Rasierpickel, bei kleinen Schnitten hilft ein Alaunstift. Alle Themen rund ums Rasieren sammelt die Rubrik Rasur.
Bart und Haut: Schuppen, Juckreiz, Rasurbrand und eingewachsene Haare
Die meisten Probleme mit dem Bart entstehen nicht im Haar, sondern auf der Haut darunter. Die Tabelle zeigt die häufigsten Beschwerden, typische Ursachen und was du selbst tun kannst.
Wenn Rötung, Schuppen oder Juckreiz trotz guter Pflege über Wochen bleiben, wenn Pusteln oder Knoten entstehen oder wenn plötzlich runde kahle Stellen im Bart auftauchen, gehört das in eine hautärztliche Praxis. Dahinter können eine seborrhoische Dermatitis, eine Follikulitis oder kreisrunder Haarausfall stecken. Diese lassen sich meist gut behandeln.
Juckreiz in den ersten Wochen
Ein neuer Bart juckt fast immer. Die frisch geschnittenen Haare haben scharfe Spitzen und reiben an der Haut. Nach zwei bis vier Wochen legen sie sich hin, und der Juckreiz lässt nach. Durchhalten mit Bartöl ist die beste Strategie. Mehr unter Bart juckt.
Bartstyle-Woche: eine einfache Routine für jeden Bart
Ein gepflegter Bartstyle braucht keine Stunde am Tag. Diese Woche ist ein Vorschlag für einen mittellangen Bart. Kurze Bärte brauchen weniger, lange Bärte mehr Kämmen und Öl.
DiÖlen 3–5 Tropfen Bartöl zuerst in die Haut, dann ins Haar.
MiKämmen Mit grobem Bartkamm entwirren und in Form legen.
DoWaschen Zweite Wäsche, danach Öl oder Bartbalsam.
FrKonturen Hals- und Wangenlinie mit dem Barttrimmer nachziehen.
SaBürsten Bartbürste verteilt Talg und löst Hautschüppchen.
SoPause Nur Wasser. Einmal im Monat die Längen nachschneiden.
Barbier oder Friseursalon: Bart schneiden lassen in Deutschland
In vielen deutschen Städten gibt es heute Barbershops, die sich auf den Bart spezialisiert haben. Auch viele Friseursalons (Friseur) bieten einen Bartschnitt an. Gerade beim ersten Bart Schnitt lohnt sich der Profi: Er legt die Konturen fest, die du danach selbst nachziehst.
Beim Barbier: präzise Konturen, Beratung zur Bartform, oft mit heißem Tuch und Nassrasur.Zu Hause: günstig und flexibel, braucht ein gutes Werkzeug und etwas Übung.
Typische Leistungen beim Barbier (Preis-Richtwerte)
Leistung
Dauer etwa
Preis-Richtwert
Bart trimmen und Konturen
20–30 Min.
ca. 15–35 €
Bart Schnitt mit Formberatung
30–45 Min.
ca. 25–45 €
Nassrasur mit heißem Tuch
30–45 Min.
ca. 25–50 €
Haarschnitt plus Bart
45–60 Min.
ca. 35–70 €
Hinweis zu Preisen für Bartschnitt und Rasur
Die Preise sind grobe Richtwerte für Deutschland und schwanken stark je nach Stadt, Laden und Aufwand. Verbindlich ist nur die Preisliste des jeweiligen Barbiers oder Friseursalons.
Worauf du beim Barbier achten kannst
Nimmt sich der Barbier Zeit für eine Beratung zur Bartform?
Werden Werkzeuge sichtbar gereinigt und Klingen gewechselt?
Fragt er nach Hautproblemen oder Allergien?
Erklärt er dir, wie du den Bart Schnitt zu Hause hältst?
Werkzeug für den Bart: Barttrimmer, Rasierer, Schere und Bürste
Mit wenigen guten Werkzeugen kommst du weit. Die wichtigsten sind Barttrimmer, Bartschere, Bartkamm und Bartbürste. Für Konturen kommen ein Rasierer oder Rasiermesser dazu. Marken wie Philips, Braun oder Gillette bieten viele Geräte an. Wir testen keine Geräte selbst, sondern erklären, worauf es ankommt – unabhängige Tests veröffentlicht in Deutschland zum Beispiel die Stiftung Warentest.
Bart in Deutschland: vom Kaiser-Wilhelm-Bart bis zur Bart-WM
Bart Styles kommen und gehen. In Deutschland war der Bart um 1900 fast allgegenwärtig. Kaiser Wilhelm II. trug einen Schnurrbart mit steil nach oben gezwirbelten Spitzen. Sein Hoffriseur François Haby verkaufte dazu eine Bartbinde und Bartwichse unter dem Namen „Es ist erreicht“. Porzellanfabriken, etwa in Tirschenreuth, stellten Barttassen her, die den gewichsten Schnurrbart beim Trinken schützten.
Bartpflege kaufen: Einkaufsliste mit Amazon-Suchen
Die folgenden Links führen zu Suchergebnissen bei Amazon.de. Sie sind Anzeigen (Partnerlinks): Wenn du darüber kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wir empfehlen keine bestimmten Produkte – vergleiche Inhaltsstoffe, Bewertungen und Preise selbst. Vieles bekommst du genauso in der Drogerie oder beim Barbier.
Bart wachsen lassen: die Phasen vom Stoppelbart zum Vollbart
Viele Männer geben einen neuen Bart nach zwei oder drei Wochen wieder auf. Meist liegt das nicht am Bartwuchs, sondern an einer ganz normalen Phase, die vorbeigeht. Wer die Phasen kennt, hält leichter durch.
Die Phasen beim Bart wachsen lassen
Zeitraum
Was passiert
Was hilft
Woche 1–2
Stoppeln, der Bart kratzt
Halslinie sauber halten, leichte Creme
Woche 2–4
Juckreiz, Haut ist trocken
Bartöl täglich, mild waschen, nicht kratzen
Monat 2–3
Die Form wird sichtbar, Lücken zeigen sich
Nur Konturen schneiden, Länge wachsen lassen
Monat 3–6
Der Bart steht ab und wirkt unordentlich
Kämmen, föhnen, Bartbalsam, Seiten leicht kürzen
ab Monat 6
Der Bart fällt durch sein Gewicht nach unten
Spitzen alle 4–8 Wochen schneiden
Ein Tipp aus der Praxis: Mach alle vier Wochen ein Foto bei gleichem Licht. Im Spiegel siehst du den Fortschritt kaum, auf Fotos sehr deutlich. Das motiviert, gerade in der schwierigen Phase nach drei Monaten. Die ausführliche Anleitung steht unter Bart wachsen lassen.
Kann man den Bartwuchs beschleunigen?
Kaum. Genug Schlaf, ausgewogenes Essen und Bewegung schaden nicht, machen aber aus einem langsamen keinen schnellen Bart. Bartöle, Rizinusöl, Biotin-Kapseln oder Wachstumsseren haben keinen belegten Effekt, wenn kein Mangel vorliegt. Minoxidil ist in Deutschland nur für Haarausfall am Kopf zugelassen, nicht für den Bart. Wer darüber nachdenkt, sollte das mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen. Mehr unter Bartwuchs beschleunigen.
Bartpflege im Jahreslauf: Bart im deutschen Winter und Sommer
Das Wetter in Deutschland hat einen spürbaren Einfluss auf Bart und Haut. Im Winter trocknen Kälte draußen und Heizungsluft drinnen die Haut aus. Im Sommer kommen Sonne, Schweiß und Chlorwasser dazu. Mit ein paar Anpassungen bleibt dein Bart das ganze Jahr gepflegt.
Bart im Winter
Etwas mehr Bartöl verwenden, eventuell morgens und abends.
Lauwarm statt heiß waschen – heißes Wasser trocknet zusätzlich aus.
Bei langem Bart einen Conditioner nach dem Shampoo nutzen.
Schal und Mütze reiben am Bart: öfter kämmen, damit nichts verfilzt.
Bart im Sommer
Nach dem Sport oder Schwimmen den Bart mit klarem Wasser ausspülen.
Leichtere Öle wie Jojoba verwenden, die weniger fetten.
Sonnenschutz für Stirn, Nase und Wangen über dem Bart nicht vergessen. Ein kurzer Bart schützt die Haut darunter nur wenig.
Ein kürzerer Bart Schnitt kann bei Hitze angenehmer sein.
Mehr zur Hautpflege rund um den Bart steht unter Männerpflege.
Bartöl selber machen: Grundrezept für 30 ml
Bartöl lässt sich in zehn Minuten selbst mischen. Du brauchst eine dunkle Flasche mit Pipette, zwei Pflanzenöle und auf Wunsch etwas Duft. Wichtig ist nur, beim ätherischen Öl sparsam zu bleiben.
Grundrezept Bartöl (30 ml)
Zutat
Menge
Aufgabe
Jojobaöl
18 ml
leichte Basis, zieht schnell ein
Arganöl
11 ml
Pflege für trockene Haut
Vitamin E
3–5 Tropfen
schützt vor dem Ranzigwerden
Ätherisches Öl
höchstens 6 Tropfen
Duft (optional, max. 1 %)
Mach vor der ersten Anwendung einen Test in der Armbeuge und warte 24 Stunden. Zitrusöle können die Haut lichtempfindlich machen und passen deshalb nicht in ein Öl für den Tag. Das ausführliche Rezept mit Duftideen steht unter Bartöl selber machen.
Bart-Mythen im Faktencheck
Rund um den Bart kursieren viele Halbwahrheiten. Hier sind die bekanntesten – kurz eingeordnet.
Bart-Mythen und was stimmt
Mythos
Stimmt das?
Erklärung
Häufiges Rasieren macht den Bart dichter.
Nein
Das nachwachsende Haar hat nur eine stumpfe Spitze und fühlt sich kräftiger an.
Ein voller Bart bedeutet viel Testosteron.
Nein
Entscheidend ist, wie empfindlich die Haarwurzeln reagieren – das ist erblich.
Bartöl lässt den Bart schneller wachsen.
Nein
Bartöl pflegt Haut und Haar, hat aber keinen Einfluss auf das Wachstum.
Bärte sind voller Keime.
Übertrieben
Ein gepflegter, regelmäßig gewaschener Bart ist nicht unhygienisch.
Nass trimmen ist genauer.
Nein
Nasses Haar ist länger. Getrimmt wird trocken und gekämmt.
Für ein ausgerissenes graues Haar wachsen drei nach.
Nein
Aus einem Haarfollikel wächst ein Haar – das Zupfen reizt aber die Haut.
Die Belege und weitere Mythen findest du unter Bart-Mythen.
Bart färben: natürlich statt angemalt
Manche Männer färben ihren Bart, um graue Haare abzudecken oder einen hellen Bart dichter wirken zu lassen. Damit das natürlich aussieht, gibt es drei Regeln:
Eine Nuance heller wählen als das Kopfhaar. Bartfarbe wirkt fast immer dunkler als auf der Packung.
Nicht tiefschwarz färben. Ein natürlicher Bart ist nie einfarbig.
Allergietest 48 Stunden vorher machen. Viele Haar- und Bartfarben enthalten Stoffe wie p-Phenylendiamin, die Allergien auslösen können.
Statt komplett zu färben, kannst du graue Haare auch nur tönen. Das wirkt oft natürlicher. Die Anleitung steht unter Bart färben.
Bart im Alltag und Beruf in Deutschland
Ein Bart ist heute in fast allen Berufen akzeptiert. Es gibt aber ein paar Bereiche, in denen du genauer hinschauen solltest.
Lebensmittel und Gastronomie: Aus Hygienegründen verlangen viele Betriebe einen Bartschutz, ähnlich wie ein Haarnetz.
Atemschutzmasken: Wer beruflich eng anliegende Atemschutzmasken tragen muss, etwa auf dem Bau, in der Industrie oder bei der Feuerwehr, braucht einen dichten Sitz. Barthaare im Bereich der Dichtlinie können ihn verhindern. Kläre das mit der Arbeitssicherheit im Betrieb.
Kundenkontakt: Hier zählt vor allem, dass der Bart gepflegt ist. Saubere Konturen machen mehr aus als die Länge.
Sport: Bei langem Bart hilft ein lockerer Zopf oder ein Band, damit nichts stört.
Im Alltag gilt: Nach dem Essen den Bart kurz ausspülen oder mit einem feuchten Tuch durchgehen. Das ist der wichtigste Pflegeschritt, den kaum jemand erwähnt. Wer Geschenkideen für einen Bartträger sucht, findet sie unter Geschenke für Männer mit Bart.
Bartstyle-Tipp: Kamm, Bartöl und Trimmer gehören ins Reisegepäck
Auf Reisen reichen ein kleiner Bartkamm, ein Fläschchen Bartöl und ein Akku-Barttrimmer. Flüssigkeiten im Handgepäck müssen den Flughafenregeln entsprechen – kleine Pipettenflaschen sind dafür ideal.
Schnurrbart-Formen: vom Chevron bis zum Handlebar
Der Schnurrbart ist der wandelbarste Teilbart. Schon kleine Unterschiede in Breite und Spitzen verändern die Wirkung stark. Diese Formen sind in Deutschland am bekanntesten:
Schnurrbart-Formen im Überblick
Form
Beschreibung
Pflege
Chevron
breit und dicht, reicht bis zur Oberlippe
Kamm, Schere an der Lippenlinie
Pencil (Bleistiftbart)
sehr schmale Linie über der Lippe
häufiges Trimmen, präzise Kanten
Walross
dicht und lang, hängt über den Mund
viel Kämmen, nach dem Essen säubern
Handlebar (Lenkerbart)
lange Seiten, Spitzen nach oben gezwirbelt
Bartwichse, Seiten nicht kürzen
Hufeisen
senkrechte Enden bis zum Kinn
Konturentrimmer, Wangen rasieren
Englischer Schnurrbart
schmal, Spitzen waagerecht gestreckt
Bartwichse, feiner Kamm
Wer einen Schnurrbart zum ersten Mal wachsen lässt, startet am besten mit einem Chevron. Aus ihm lassen sich später alle anderen Formen entwickeln. Mehr unter Schnurrbart und Bartwichse.
Bart und Glatze: ein starkes Duo
Glatze und Bart ergänzen sich gut. Der Bart gibt dem Gesicht einen Rahmen, den sonst die Haare übernehmen. Besonders gut wirken kurze bis mittellange Vollbärte und markante Bartformen wie Anker-Bart oder Goatee.
Übergang an den Koteletten: entweder klar getrennt oder mit dem Barttrimmer weich vom Kopf in den Bart übergehend.
Kopfhaut schützen: Nach der Rasur ist die Kopfhaut ungeschützt. Im Sommer gehört Sonnencreme oder eine Mütze dazu.
Pflege: Eine leichte Feuchtigkeitscreme ohne Alkohol für den Kopf, Bartöl für den Bart.
Wie du eine Glatze sauber rasierst, steht unter Glatze rasieren.
Bart-Glossar: die wichtigsten Begriffe von A bis Z
Alaunstift
Ein Stift aus Alaun, der kleine Schnitte nach der Rasur stillt und die Haut zusammenzieht.
Anker-Bart
Spitzer Kinnbart entlang der Kieferlinie plus getrennter Schnurrbart.
Barbier
Fachmann für Bart und Rasur. Barbershops bieten Bartschnitt, Konturen und Nassrasur an.
Bartbalsam
Pflegeprodukt aus Öl, Butter und Wachs, das pflegt und leichten Halt gibt.
Bartbürste
Bürste mit dichten Borsten, die Öl und Talg im Bart verteilt.
Bartkamm
Kurzer Kamm, meist mit grober und feiner Zahnung, zum Entwirren und Formen.
Bartöl
Mischung aus Pflanzenölen, die Haut und Barthaar pflegt.
Barttrimmer
Elektrisches Gerät mit Aufsätzen, das den Bart auf eine einstellbare Länge kürzt.
Bartwichse
Sehr festes Wachs zum Zwirbeln von Schnurrbartspitzen.
Conditioner
Spülung nach dem Shampoo, die langes Barthaar glättet und weicher macht.
DHT
Dihydrotestosteron, ein Hormon, das den Bartwuchs anregt.
Goatee
Im Deutschen meist Schnurrbart und Kinnbart, rund um den Mund verbunden.
Halslinie
Untere Kontur des Bartes, etwa zwei Finger über dem Adamsapfel.
Henriquatre
Schnurrbart mit schmalem Spitzbart, benannt nach Heinrich IV. von Frankreich.
Kinnbart
Bart nur am Kinn, als Spitzbart oder Ziegenbart.
Pomade
Stylingprodukt mit Halt und Glanz, oft für Konturen und kurze Partien.
Rasierhobel
Rasierer mit einer auswechselbaren, zweischneidigen Klinge.
Rasurbrand
Brennen und Röten der Haut direkt nach der Rasur.
Schnurrbart
Bart über der Oberlippe, auch Schnauzbart oder Moustache genannt.
Terminalhaar
Kräftiges, pigmentiertes Haar – dazu gehört das Barthaar.
Vollbart
Bart an Wangen, Kinn und Oberlippe, geschlossen verbunden.
Wangenlinie
Obere Kontur des Bartes zwischen Koteletten und Mundwinkel.
Häufige Fragen zum Bart
Welcher Bart passt zu mir?
Das hängt vor allem von deiner Gesichtsform und deinem Bartwuchs ab. Bei einem runden Gesicht strecken Kinnbart und Anker-Bart. Bei einem eckigen Gesicht mildert ein runder Vollbart die Kanten. Lass den Bart zuerst vier bis sechs Wochen wachsen und entscheide dann. Mehr unter Welcher Bart passt zu mir.
Welche Bartstile gibt es?
Die bekanntesten Bartstile sind 3-Tage-Bart, Vollbart, Schnurrbart, Goatee, Kinnbart, Anker-Bart, Henriquatre, Wikingerbart und langer Bart. Dazu kommen viele Mischformen. Eine Übersicht mit Bildern findest du oben unter Bart Styles.
Wie schnell wächst ein Bart?
Im Durchschnitt um die 0,4 Millimeter pro Tag. Das sind knapp drei Millimeter pro Woche und gut ein Zentimeter pro Monat. Die Unterschiede zwischen Männern sind groß.
Wie oft sollte ich meinen Bart waschen?
Mit Bartshampoo reichen zwei bis drei Wäschen pro Woche. An den anderen Tagen genügt lauwarmes Wasser. Duschgel ist für die Gesichtshaut meist zu scharf.
Wie oft muss ich meinen Bart trimmen?
Beim 3-Tage-Bart alle zwei bis drei Tage, beim kurzen Vollbart alle ein bis zwei Wochen. Die Konturen am Hals ziehst du am besten einmal pro Woche nach.
Was ist der Unterschied zwischen Bartöl und Bartbalsam?
Bartöl ist flüssig und pflegt vor allem die Haut unter dem Bart. Bartbalsam enthält zusätzlich Butter und Wachs. Er pflegt das Haar und gibt leichten Halt.
Was hilft gegen einen juckenden Bart?
Bartöl täglich in die Haut massieren, mild und lauwarm waschen und nicht kratzen. In den ersten Wochen eines neuen Bartes ist Juckreiz normal und lässt meist nach zwei bis vier Wochen nach.
Kann man den Bartwuchs beschleunigen?
Kaum. Bartwuchs hängt vor allem von Genetik und Hormonen ab. Bartöle, Rizinusöl oder Kapseln haben keinen belegten Effekt. Minoxidil ist in Deutschland nicht für den Bart zugelassen und gehört in ein ärztliches Gespräch.
Wie setze ich die Halslinie richtig?
Lege zwei Finger waagerecht über den Adamsapfel. Die Oberkante markiert den tiefsten Punkt. Von dort verläuft die Linie in einem leichten Bogen bis hinter das Ohrläppchen.
Was kostet ein Bart Schnitt beim Barbier in Deutschland?
Das schwankt stark nach Stadt und Laden. Ein einfacher Bartschnitt kostet häufig etwa 15 bis 35 Euro, eine Nassrasur mit heißem Tuch oft mehr. Aktuelle Preise stehen in der Preisliste des jeweiligen Barbiers.
Ist ein Bart unhygienisch?
Nein, nicht wenn er gepflegt ist. Eine Studie mit Klinikpersonal fand bei Bartträgern sogar seltener bestimmte Staphylokokken als bei glatt rasierten Kollegen. Regelmäßiges Waschen reicht.
Welcher Bart Style ist gerade in Deutschland beliebt?
Seit etwa 2010 sind gepflegte Vollbärte in allen Längen sehr verbreitet, dazu der 3-Tage-Bart. Kurze, sauber konturierte Bärte sind im Berufsleben besonders häufig. Am Ende zählt aber, welcher Bart Style zu deinem Gesicht und deinem Alltag passt.
Brauche ich einen teuren Barttrimmer?
Nein. Wichtiger als der Preis sind feine Längenstufen, scharfe Klingen und ein Akku, der eine Weile hält. Unabhängige Tests von Geräten veröffentlicht in Deutschland zum Beispiel die Stiftung Warentest.
Kann ich meinen Bart mit Kopfhaarshampoo waschen?
Oft ja, wenn das Shampoo mild ist, etwa ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut. Stark entfettende Shampoos und Duschgel trocknen die Haut unter dem Bart dagegen aus.
Wie lange dauert es, bis ein Vollbart dicht ist?
Ein kurzer Vollbart ist nach etwa vier bis sechs Wochen sichtbar. Wie dicht er wird, hängt von der Veranlagung ab. Viele Lücken verschwinden, wenn der Bart zwei bis drei Monate wachsen darf.
Warum wird mein Bart früher grau als mein Kopfhaar?
Das beobachten viele Männer. Eine vollständige Erklärung gibt es nicht. Einzelne helle Haare fallen im dunklen Bart aber besonders auf.
Bart Styles, Bartformen, Barttypen: das Wichtigste in Kürze
Der Bart wächst im Schnitt 0,4 mm pro Tag. Dichte und Form sind vor allem Veranlagung.
Die wichtigsten Bartstile sind 3-Tage-Bart, Vollbart, Schnurrbart, Goatee, Kinnbart, Anker-Bart, Henriquatre und langer Bart.
Die passenden Bartformen richten sich nach der Gesichtsform: ausgleichen statt betonen.
Dein Barttyp – Dichte, Struktur, Farbe – entscheidet mit, welcher Bart Style gut aussieht.
Ein guter Bart Schnitt braucht einen trockenen Bart, einen Barttrimmer, eine Schere und eine saubere Halslinie.
Bartpflege heißt vor allem: mild waschen, täglich ölen, regelmäßig kämmen.
Hautprobleme wie Schuppen, Juckreiz und Rasurbrand lassen sich meist mit einfacher Pflege lösen.
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Bartpflege – Öl, Balsam, Wachs, Shampoo, Kamm und Trimmer.