Die Bartbürste – was Wildschweinborsten besser machen
Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten
Eine Bartbürste verteilt Öl und Hautfett gleichmäßig über das Haar, glättet es und entfernt Schüppchen. Für kurze und mittellange Bärte ist sie oft das wichtigste Werkzeug nach dem Öl.
- Für
- kurze bis mittellange Bärte
- Borsten
- Naturborsten oder weiche Kunstborsten
- Einsatz
- täglich 1–2 Minuten
Was eine Bürste im Bart macht
Die vielen dicht stehenden Borsten erreichen fast jedes einzelne Haar und nehmen dabei Talg von der Haut und Öl aus dem Bart mit bis in die Spitzen. So wird das Haar gleichmäßig versorgt und glänzt leicht. Gleichzeitig massieren die Borsten die Haut, lösen lose Hautschüppchen und heben eingeklemmte Härchen an.
Welche Borsten?
- Wildschweinborsten sind die klassische Wahl. Sie ähneln in ihrer Struktur menschlichem Haar und verteilen Öl besonders gut. Es gibt weiche und harte Varianten.
- Pflanzliche Borsten wie Agave oder Tampico sind eine vegane Alternative, meist etwas härter.
- Kunstborsten aus Nylon sind robust und leicht zu reinigen, verteilen Öl aber etwas schlechter.
Als Faustregel gilt: kurzer Bart, weiche Borsten – sie reizen die Haut nicht. Dichter, langer Bart, festere Borsten – sie kommen besser durch.
So bürstest du richtig
- Nach dem Ölen zuerst gegen die Wuchsrichtung bürsten, damit Öl und Borsten an die Haut kommen.
- Dann in Wuchsrichtung, um das Haar zu glätten.
- Zum Schluss den Bart in die gewünschte Form bürsten.
Ein bis zwei Minuten reichen. Mehr Druck bringt nichts, sondern reizt die Haut.
Merke: Bei einem ganz neuen Bart kann eine weiche Bürste den Juckreiz der ersten Wochen spürbar mildern, weil sie die Haut sanft massiert. Mehr dazu unter Bart juckt.
Grenzen der Bürste
Bei langen Bärten kommt eine Bürste an ihre Grenzen: Sie gleitet über die Oberfläche, erreicht aber die unteren Lagen und Knoten schlecht. Hier ist ein grober Kamm das bessere Werkzeug. Viele nutzen dann beides: den Kamm zum Entwirren, die Bürste für den Glanz. Die Unterschiede fasst der Beitrag Bartkamm oder Bürste zusammen.
Bürste reinigen
Talg, Öl und Hautschuppen setzen sich zwischen den Borsten fest. Einmal pro Woche:
- Lose Haare mit einem Kamm aus den Borsten ziehen.
- Die Borsten in lauwarmes Wasser mit etwas Shampoo tauchen – nicht den Holzkörper einweichen.
- Ausspülen, ausschütteln und mit den Borsten nach unten trocknen lassen, damit kein Wasser in den Griff zieht.
Bürste und Föhn
Mit einer Bürste und einem Föhn auf niedriger Stufe lässt sich ein Bart gut in Form bringen: beim Trocknen in die gewünschte Richtung bürsten. Für noch mehr Glättung gibt es beheizte Bürsten, siehe Bartglätter.
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