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Bartpflege

Bartbalsam – Pflege und Halt in einem

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Bartbalsam liegt irgendwo zwischen Öl und Wachs. Er pflegt wie ein Öl, gibt aber durch Butter und Wachs einen leichten Halt. Für mittellange Bärte ist er oft das angenehmste Produkt.

Für
Bärte ab etwa 1,5 cm
Menge
erbsen- bis haselnussgroß
Halt
leicht bis mittel

Woraus Bartbalsam besteht

Ein typischer Bartbalsam enthält drei Bausteine:

  • Pflanzenöle wie Jojoba oder Argan für die Pflege,
  • Butter wie Shea- oder Kakaobutter für eine cremige Konsistenz,
  • Wachs, meist Bienenwachs oder bei veganen Produkten Candelilla- oder Carnaubawachs, für den Halt.

Je mehr Wachs, desto fester der Balsam und desto mehr Halt. Die Grenze zum Bartwachs ist fließend.

Für wen Balsam sinnvoll ist

Bei einem kurzen Bart unter einem Zentimeter bringt Balsam wenig. Es gibt kaum Haar, das man in Form bringen müsste, und die Pflege übernimmt ein Bartöl besser. Ab etwa anderthalb Zentimetern wird es interessant: Der Bart fängt an, in verschiedene Richtungen abzustehen, und ein bisschen Halt macht einen großen Unterschied.

Auch bei krausem oder widerspenstigem Haar kann Balsam helfen, weil er das Haar beschwert und glättet. Wer den Bart zusätzlich weicher machen möchte, profitiert von der Butter im Balsam.

So trägst du Balsam auf

  1. Bart waschen oder anfeuchten und gut abtupfen.
  2. Eine erbsengroße Menge mit dem Daumennagel aus der Dose nehmen.
  3. Zwischen den Handflächen verreiben, bis der Balsam flüssig und glänzend ist.
  4. Erst an der Haut einarbeiten, dann durch die Längen streichen.
  5. Mit Kamm oder Bürste in Form bringen.

Merke: Kalter Balsam lässt sich schlecht verteilen und hinterlässt Klümpchen. Ein paar Sekunden zwischen den Händen reiben reicht, um ihn anzuschmelzen.

Balsam und Öl zusammen?

Das funktioniert gut, vor allem bei langen Bärten oder sehr trockener Haut: zuerst das Öl für die Haut, dann eine kleine Menge Balsam für Längen und Form. Wer nur ein Produkt möchte, wählt bei kurzen Bärten Öl, bei mittellangen Balsam. Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Bartöl oder Bartwachs.

Balsam selbst rühren

Ein einfacher Balsam lässt sich im Wasserbad herstellen: ungefähr zwei Teile Öl, ein Teil Sheabutter und ein Teil Bienenwachs langsam schmelzen, vom Herd nehmen, eventuell ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben und in eine Dose gießen. Mehr Wachs bedeutet mehr Halt. Beim Duft gilt dieselbe Vorsicht wie beim selbst gemachten Bartöl.

Worauf du achten kannst

  • Konsistenz: Ein guter Balsam lässt sich mit dem Fingernagel leicht abnehmen und schmilzt schnell in der Hand.
  • Duft: Wie beim Öl sind Duftstoffe die häufigste Ursache für Reizungen.
  • Vegan oder nicht: Wer Bienenwachs meiden möchte, greift zu Balsam mit Pflanzenwachs.
  • Menge in der Dose: 50 bis 60 Gramm reichen bei täglichem Gebrauch meist zwei bis drei Monate.

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