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Bartpflege

Bartöl – wofür es gut ist und wie du das richtige findest

Aktualisiert am Lesezeit: 3 Minuten

Bartöl ist das Basisprodukt der Bartpflege. Es macht das Haar weicher, beruhigt die Haut darunter und gibt dem Bart einen leichten Glanz. Wunder vollbringt es nicht – aber einen spürbaren Unterschied.

Für
jede Bartlänge ab etwa 5 mm
Menge
3–5 Tropfen, bei langen Bärten mehr
Wann
nach dem Waschen, leicht feucht

Was Bartöl eigentlich ist

Bartöl ist eine Mischung aus pflanzlichen Ölen, meist ergänzt um einen Duft aus ätherischen Ölen oder Parfüm. Die Basis bilden sogenannte Trägeröle – etwa Jojoba, Argan, Mandel, Traubenkern oder Hanf. Manche Hersteller geben Vitamin E dazu, das die Öle vor dem Ranzigwerden schützt.

Der Zweck ist schlicht: Das Öl ersetzt das Fett, das die Talgdrüsen der Haut bei einem längeren Bart nicht mehr bis in die Spitzen bringen. So bleibt das Haar geschmeidig, und die Haut unter dem Bart trocknet nicht aus.

Was Bartöl kann

  • Juckreiz lindern, vor allem in den ersten Wochen, wenn neue Haare durch die Haut stoßen. Mehr dazu unter Bart juckt.
  • Schuppen vorbeugen, soweit sie von trockener Haut kommen.
  • Das Haar weicher machen, sodass der Bart weniger kratzt und sich leichter kämmen lässt.
  • Leichten Glanz geben und einen dezenten Duft.

Was Bartöl nicht kann

Bartöl lässt keinen Bart schneller oder dichter wachsen. Das Wachstum wird von Genetik und Hormonen gesteuert, nicht von dem, was außen auf die Haut kommt. Wer das Gegenteil verspricht, verkauft Hoffnung. Was beim Bartwuchs tatsächlich eine Rolle spielt, steht unter Bartwuchs. Auch Halt gibt Öl kaum – dafür sind Balsam und Wachs da.

Die häufigsten Trägeröle

ÖlEigenschaftGut für
Jojobaeigentlich ein flüssiges Wachs, zieht schnell ein, fettet kaumfast alle, auch empfindliche Haut
Arganreichhaltig, leicht nussigtrockene Haut, dickes Haar
Süßmandelmild, günstignormale Haut; nicht bei Nussallergie
Traubenkernsehr leichtMenschen, die keinen Film mögen
Hanfsamenleicht, grünlicher Geruchnormale bis trockene Haut
Rizinusdick und klebrignur als kleiner Anteil, siehe Rizinusöl

Jojobaöl ist chemisch gesehen ein flüssiges Wachs und dem menschlichen Hautfett recht ähnlich. Deshalb ist es in sehr vielen Bartölen die Hauptzutat.

Worauf du beim Kauf achten kannst

  1. Die Zutatenliste lesen. Sie ist nach Menge sortiert. Steht ein bestimmtes Öl vorne, ist davon viel enthalten.
  2. Duft ja oder nein? Duftstoffe und ätherische Öle sind die häufigsten Auslöser von Hautreizungen. Bei empfindlicher Haut lieber ein unparfümiertes Öl nehmen.
  3. Dunkle Flasche mit Pipette. Licht lässt Öle schneller altern, die Pipette macht das Dosieren einfach.
  4. Keine Versprechen zum Wachstum. Sie sind ein Hinweis darauf, dass das Marketing wichtiger war als der Inhalt.

Merke: Ein gutes Bartöl riecht nach dem Öffnen frisch. Riecht es nach altem Fett oder Wachsmalstiften, ist es ranzig und gehört weg.

Wie viel und wie oft

Für einen kurzen Bart reichen drei bis fünf Tropfen am Tag, für einen langen können es acht bis zehn sein. Besser mit wenig anfangen und nachlegen. Wie das Einmassieren am besten funktioniert, erklärt die Schritt-für-Schritt-Anleitung Bartöl anwenden. Wer lieber selbst mischt, findet ein Grundrezept unter Bartöl selber machen.

Haltbarkeit

Die meisten Bartöle halten nach dem Öffnen sechs bis zwölf Monate, oft steht es als Tiegelsymbol mit Monatsangabe auf der Packung. Kühl und dunkel gelagert hält das Öl länger; das Badezimmerregal über der Heizung ist der schlechteste Platz.

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