Bartöl anwenden – so kommt es dort an, wo es hilft
Aktualisiert am Lesezeit: 3 Minuten
Die meisten Fehler mit Bartöl passieren nicht beim Kauf, sondern beim Auftragen: zu viel, zur falschen Zeit oder nur oben auf dem Haar. Mit fünf einfachen Schritten landet das Öl dort, wo es gebraucht wird.
- Dauer
- etwa 2 Minuten
- Werkzeug
- Hände, Kamm oder Bürste
- Wann
- morgens nach dem Duschen
Der richtige Zeitpunkt
Am besten wirkt Bartöl nach dem Duschen oder Waschen. Die Poren sind dann offen, die Haut ist sauber, und das leicht feuchte Haar nimmt das Öl gut auf. Wer morgens keine Zeit hat, kann es auch abends auftragen – dann hat es über Nacht Zeit einzuziehen. Auf einen verschwitzten oder schmutzigen Bart gehört kein Öl, es verteilt dann nur den Schmutz.
Schritt für Schritt
- Handtuchtrocken tupfen. Nicht rubbeln – das raut das Haar auf. Der Bart soll feucht sein, aber nicht tropfen.
- Tropfen in die Handfläche. Drei bis fünf bei kurzem, bis zu zehn bei langem Bart. Die Hände kurz aneinanderreiben, damit sich das Öl erwärmt und verteilt.
- Zuerst die Haut. Mit den Fingerspitzen gegen die Wuchsrichtung durch den Bart fahren und das Öl in die Haut einmassieren – an Wangen, Kinn und Hals. Hier entstehen Juckreiz und Schuppen.
- Dann das Haar. Mit den Handflächen von oben nach unten durch den Bart streichen, auch durch Schnurrbart und Spitzen.
- Kämmen oder bürsten. Ein Kamm oder eine Bürste verteilt das Öl gleichmäßig und bringt den Bart in Form.
Merke: Die Haut zuerst, das Haar danach. Ein Öl, das nur oben auf dem Bart glänzt, hilft gegen Juckreiz so gut wie gar nicht.
Wie viel ist zu viel?
Ein gut geölter Bart glänzt leicht, fühlt sich weich an und hinterlässt auf einer Serviette höchstens einen Hauch. Glänzt er speckig oder fühlt er sich klebrig an, war es zu viel. Dann einfach am nächsten Tag weniger nehmen. Bei sehr trockener Haut, im Winter oder nach dem Schwimmen darf es auch mal ein Tropfen mehr sein.
Kurzer Bart, langer Bart
Bei einem kurzen Bart unter einem Zentimeter reicht es, das Öl zwischen den Handflächen zu verteilen und kräftig in die Haut zu massieren. Ein Kamm ist hier kaum nötig.
Bei einem langen Bart hilft es, das Öl in zwei Portionen aufzutragen: die erste für Haut und Ansatz, die zweite für Längen und Spitzen. Wer zusätzlich Halt braucht, arbeitet danach eine kleine Menge Bartbalsam ein.
Typische Fehler
- Öl direkt in den Bart tropfen: Es landet an einer Stelle und verteilt sich schlecht.
- Nur morgens, nie abends: Bei sehr trockener Haut kann eine zweite, kleine Portion am Abend helfen.
- Nach dem Ölen trimmen: Öl lässt das Haar zusammenkleben, der Schnitt wird ungleichmäßig. Erst trimmen, dann ölen.
- Duftöl pur verwenden: Ätherische Öle gehören nie unverdünnt auf die Haut.
Und was tun bei Hautreizung?
Brennt oder rötet sich die Haut nach dem Auftragen, liegt es meistens am Duft. Dann auf ein unparfümiertes Öl umsteigen. Bleiben die Beschwerden, lohnt sich ein Blick in Bart juckt: Ursachen und gegebenenfalls ein Termin in der Hautarztpraxis.
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