Der Bartkamm – Materialien, Zahnung und Pflege
Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten
Ein Bartkamm ist das einfachste Werkzeug der Bartpflege und oft das wichtigste. Er entwirrt, verteilt Öl, zieht Konturen und hilft beim Trimmen. Welcher Kamm gut ist, hängt vor allem am Material und an den Zähnen.
- Für
- alle Bärte ab etwa 1 cm
- Wichtig
- glatte, abgerundete Zähne
- Pflege
- wöchentlich reinigen
Warum ein eigener Kamm?
Ein normaler Haarkamm funktioniert im Bart, ist aber oft zu lang, zu fein oder hat scharfe Gusskanten. Bartkämme sind kürzer, liegen gut in der Hand und haben meist zwei Zahnungen: eine grobe zum Entwirren und eine feine zum Glätten und Formen.
Materialien im Vergleich
| Material | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Holz (z. B. Birne, Sandel) | leicht, wenig statische Aufladung, nimmt Öl auf | kann bei Nässe quellen |
| Horn | sehr glatt, antistatisch | teurer, empfindlich gegen Hitze |
| Acetat / Zelluloseacetat | glatt, gesägt, langlebig | teurer als einfacher Kunststoff |
| einfacher Kunststoff | billig, wasserfest | oft Gussnähte, lädt sich auf |
| Metall | robust, leicht zu reinigen | kann an der Haut kratzen |
Gesägt oder gegossen?
Bei günstigen Kunststoffkämmen wird der ganze Kamm in eine Form gegossen. Dabei entsteht an jedem Zahn eine feine Naht, die Haare aufrauen oder ausreißen kann. Gesägte Kämme werden aus einer Platte geschnitten und die Zähne einzeln poliert. Sie gleiten ruhiger durchs Haar. Ob ein Kamm gut verarbeitet ist, merkst du, wenn du mit dem Fingernagel über die Zahnkanten fährst: Sie sollten glatt sein, nicht schartig.
Grob oder fein?
- Grobe Zähne für lange Bärte, lockiges Haar und das erste Durchkämmen nach dem Waschen.
- Feine Zähne für kurze Bärte, den Schnurrbart und zum Glätten.
- Zwei Zahnungen auf einem Kamm sind ein guter Kompromiss für die meisten.
So kämmst du richtig
- Bei langen Bärten unten anfangen und Knoten von den Spitzen her lösen, dann Stück für Stück höher.
- Erst mit der groben Seite, dann mit der feinen.
- Nicht reißen – wenn der Kamm hängen bleibt, lieber mit den Fingern nachhelfen.
- Zum Schluss in die Richtung kämmen, in der der Bart liegen soll.
Merke: Nasses Haar ist dehnbarer und reißt leichter. Lange Bärte nach dem Waschen erst mit den Fingern und grober Zahnung entwirren, fein erst, wenn sie fast trocken sind.
Kamm oder Bürste?
Beides hat seine Berechtigung. Der Kamm ordnet und formt, die Bürste verteilt Öl und glättet. Ab mittlerer Länge lohnen sich beide. Ein ausführlicher Vergleich steht unter Bartkamm oder Bürste, die Bürste selbst stellt der Beitrag Bartbürste vor.
Kamm sauber halten
Öl, Hautschüppchen und Staub sammeln sich zwischen den Zähnen. Einmal pro Woche den Kamm mit warmem Wasser und etwas Shampoo reinigen, bei Holzkämmen nur kurz und danach gut trocknen lassen. Holzkämme freuen sich gelegentlich über ein paar Tropfen Öl, damit sie nicht austrocknen.
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