Bart färben – natürlich aussehen statt angemalt
Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten
Ein gefärbter Bart soll nicht nach Farbe aussehen, sondern nach Bart. Das gelingt mit dem richtigen Produkt, einem etwas helleren Farbton als gedacht – und einem Allergietest vorher.
- Farbton
- eher eine Nuance heller als das Kopfhaar
- Allergietest
- 48 Stunden vorher
- Haltbarkeit
- je nach Produkt einige Wochen
Warum färben?
Die häufigsten Gründe: graue Haare abdecken oder abschwächen, einen sehr hellen oder rötlichen Bart dichter wirken lassen oder den Bart an eine veränderte Haarfarbe anpassen. Mehr über das Ergrauen steht unter Grauer Bart.
Die Produktarten
| Produkt | Wirkung | Haltbarkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Bartfarbe (permanent) | deckt vollständig | bis das Haar herauswächst | am natürlichsten bei vorsichtiger Anwendung |
| Tönung | schwächt Grau ab | einige Wochen | milder, wäscht sich aus |
| Pflanzenfarbe (Henna, Indigo) | färbt ohne synthetische Farbstoffe | lang | Ergebnis schwerer planbar |
| Farbbalsam oder -stift | kurzfristig | bis zur nächsten Wäsche | für Einzelanlässe |
Spezielle Bartfarben sind auf die dickeren Barthaare und die empfindliche Gesichtshaut abgestimmt. Kopfhaarfarben sind für den Bart nicht gedacht.
Den Farbton wählen
- Eine Nuance heller als das Kopfhaar wählen. Bartfarbe wirkt fast immer dunkler als auf der Packung.
- Nicht tiefschwarz, auch wenn der Bart früher dunkel war – das sieht schnell aufgemalt aus, weil ein natürlicher Bart nie einfarbig ist.
- Wer unsicher ist, lässt die Farbe kürzer einwirken und färbt beim nächsten Mal nach.
Allergietest – wirklich machen
Viele Haar- und Bartfarben enthalten Stoffe wie p-Phenylendiamin (PPD) oder verwandte Verbindungen, die Kontaktallergien auslösen können. Die Hersteller schreiben deshalb einen Allergietest 48 Stunden vorher vor: eine kleine Menge der angemischten Farbe hinter das Ohr oder in die Armbeuge, einwirken lassen, beobachten.
Vorsicht: Bei Rötung, Juckreiz oder Schwellung nach dem Test nicht färben. Wer schon einmal auf eine Haarfarbe oder ein schwarzes Henna-Tattoo reagiert hat, sollte besonders vorsichtig sein und ärztlichen Rat einholen.
Schritt für Schritt
- Bart zwei Tage vorher nicht waschen – der natürliche Talg schützt die Haut ein wenig. Am Tag selbst: sauber und trocken.
- Haut rundherum schützen: etwas Vaseline oder fettige Creme an die Ränder.
- Farbe nach Anleitung anmischen und mit dem beiliegenden Pinsel auftragen, zuerst an grauen Stellen.
- Einwirkzeit eher am unteren Ende der Angabe halten.
- Gründlich ausspülen, bis das Wasser klar bleibt, dann mild waschen.
- Ölen, weil Farbe das Haar austrocknet.
Typische Fehler
- Zu dunkel, siehe oben.
- Haut mitgefärbt: Farbe auf der Haut lässt den Bart dichter wirken, aber auch künstlich. Ränder schützen, Flecken sofort mit einem feuchten Tuch entfernen.
- Nachfärben zu spät: Der Bart wächst schnell. Nach zwei bis drei Wochen ist ein heller Ansatz sichtbar.
Pflege danach
Gefärbtes Barthaar ist trockener. Mild waschen, lauwarm, regelmäßig ölen – siehe Bart waschen. Wer den Bart vor allem dichter aussehen lassen will, findet weitere Ideen unter Bart dichter machen.
Mehr aus der Rubrik Bartwuchs & Haut
- Bartwuchs & Alter2 Min.
- Bart wachsen lassen2 Min.
- Bartwuchs beschleunigen3 Min.
- Bart wächst nicht2 Min.
- Lücken im Bart2 Min.
- Bart dichter machen2 Min.
- Bart juckt2 Min.
- Schuppen im Bart2 Min.
- Eingewachsene Barthaare2 Min.
- Grauer Bart2 Min.
- Bart färben2 Min.