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Bartwuchs & Haut

Eingewachsene Barthaare – erkennen, behandeln, vorbeugen

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Ein eingewachsenes Haar ist ein kleines Haar, das den falschen Weg genommen hat: Statt aus der Haut herauszuwachsen, krümmt es sich zurück hinein. Das Ergebnis sind rote, oft juckende Knötchen – vor allem am Hals.

Häufig bei
lockigem Haar, Rasur gegen den Strich
Selbst tun
warm kompressieren, sanft peelen
Nicht tun
ausdrücken, mit Nadel stochern
wächst nach außenSpitze dringt wieder ein→ Rötung, PickelOberhautHaarwurzel im Follikel
Wie ein Haar einwächst: Die scharfe Spitze eines frisch rasierten Haares krümmt sich zurück und dringt wieder in die Haut ein.

Warum Haare einwachsen

Beim Rasieren entsteht an jedem Haar eine scharfe, schräge Spitze. Wächst das Haar nach, kann diese Spitze sich zur Seite krümmen und wieder in die Haut eindringen – oder sie bleibt unter einer Schicht Hornzellen gefangen. Die Haut behandelt das Haar wie einen Fremdkörper und reagiert mit einer Entzündung. Fachleute sprechen von Pseudofollikulitis barbae.

Besonders betroffen sind:

  • Männer mit lockigem oder krausem Haar – bei ihnen ist das Risiko um ein Vielfaches höher,
  • der Hals, wo die Wuchsrichtung wechselt,
  • Stellen, die gegen den Strich oder sehr glatt rasiert werden.

So erkennst du es

  • kleine rote Knötchen, manchmal mit Eiter,
  • oft sieht man das Haar als dunkle Linie oder Schlinge unter der Haut,
  • Juckreiz oder leichter Schmerz,
  • sie treten ein bis zwei Tage nach der Rasur auf.

Was du selbst tun kannst

  1. Nicht rasieren, solange die Stelle entzündet ist.
  2. Warme Kompresse: ein warmes, feuchtes Tuch einige Minuten auflegen, mehrmals täglich. Das weicht die Haut auf.
  3. Sanftes Peeling mit einem milden chemischen Peeling, zum Beispiel mit Salicylsäure, damit die Hornschicht über dem Haar dünner wird.
  4. Liegt das Haar als Schlinge sichtbar an der Oberfläche, kann man es mit einer desinfizierten Pinzette vorsichtig anheben – nicht herausreißen.

Vorsicht: Nicht ausdrücken und nicht mit Nadeln in der Haut stochern. Das trägt Bakterien in die Tiefe und kann Narben oder dunkle Flecken hinterlassen, besonders bei dunklerer Haut.

Vorbeugen

  • Bart wachsen lassen – die wirksamste Methode überhaupt.
  • Oder nicht ganz glatt rasieren: Ein Trimmer, der einen halben bis einen Millimeter stehen lässt, verhindert bei vielen das Einwachsen.
  • Mit dem Strich rasieren, die Haut nicht straff ziehen.
  • Rasierer mit einer Klinge statt Mehrklingensysteme.
  • Regelmäßig sanft peelen an den rasierten Stellen.
  • Haut vorbereiten mit warmem Wasser und einem guten Rasiermittel, siehe Richtig rasieren.

Wann zum Arzt?

Bei häufigen, schmerzhaften oder eitrigen Knoten, bei Narben oder dunklen Flecken hilft eine hautärztliche Praxis weiter. Dort gibt es wirksame Cremes, und für besonders betroffene Stellen kommt auch eine dauerhafte Haarentfernung per Laser infrage. Mehr über die Abgrenzung zu anderen Beschwerden steht unter Rasierpickel.

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