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Der graue Bart – warum er ergraut und wie er gut aussieht

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Die ersten grauen Haare tauchen bei vielen Männern zuerst im Bart auf, oft am Kinn. Das ist völlig normal – und ein grau melierter Bart kann sehr gut aussehen, wenn er gepflegt ist.

Ursache
weniger Pigment (Melanin) im Haar
Beginn
sehr unterschiedlich, oft ab 30–40
Pflege
mehr Feuchtigkeit, evtl. Silbershampoo

Warum Haare grau werden

Die Farbe eines Haares kommt vom Pigment Melanin, das von spezialisierten Zellen in der Haarwurzel gebildet wird. Mit den Jahren produzieren diese Zellen weniger Pigment oder stellen die Arbeit ganz ein. Das Haar wächst dann farblos nach – es wirkt grau, zusammen mit pigmentierten Haaren grau meliert, allein weiß.

Wann das beginnt, ist vor allem erblich. Manche haben mit 25 die ersten grauen Barthaare, andere mit 50 kaum welche.

Warum der Bart oft früher grau wird

Viele Männer bemerken graue Haare im Bart früher als auf dem Kopf. Eine vollständige Erklärung dafür gibt es nicht. Eine Rolle spielt sicher, dass Barthaare kräftig und oft dunkel sind, sodass einzelne weiße Haare sehr auffallen. Auch innerhalb des Bartes ergraut es selten gleichmäßig – häufig beginnt es am Kinn oder an den Mundwinkeln.

Wie sich graue Haare anfühlen

Graue Haare sind oft drahtiger und trockener als pigmentierte. Sie stehen gern ab und nehmen Pflegeprodukte schlechter auf. Deshalb:

  • Mehr Öl und gelegentlich einen Bartbalsam.
  • Mild waschen, denn trockenes Haar verträgt scharfe Tenside schlecht.
  • Für weiche Haare die Tipps unter Bart weich machen.

Gelbstich vermeiden

Weiße und graue Haare können einen gelblichen Schimmer bekommen – durch Rauch, Kaffee, Tee, Sonne oder Pflegeprodukte. Ein Silbershampoo mit violetten Farbpigmenten neutralisiert den Gelbstich. Einmal pro Woche reicht meistens; zu häufig benutzt kann es einen Lilaschimmer hinterlassen.

Merke: Ein grau melierter Bart wirkt am besten, wenn er kurz bis mittellang und sehr sauber konturiert ist. Unordentliche Ränder lassen grauen Bart schneller ungepflegt aussehen als dunklen.

Grau lassen oder färben?

Beides ist legitim. Grau steht für viele für Reife und Gelassenheit, und ein gepflegter grauer Bart ist ein Statement. Wer die grauen Haare lieber abschwächen möchte, kann sie tönen, statt sie komplett zu überfärben – das wirkt natürlicher. Wie das geht und worauf man bei Bartfarben achten muss, steht unter Bart färben.

Einzelne graue Haare auszupfen?

Das bringt wenig. Das Haar wächst aus demselben Follikel wieder grau nach. Häufiges Zupfen kann die Haut reizen und im ungünstigen Fall den Follikel schädigen. Der Mythos, dass für jedes ausgerissene graue Haar mehrere nachwachsen, stimmt allerdings nicht – dazu mehr unter Bart-Mythen.

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