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Schuppen im Bart – woher sie kommen und was hilft

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Weiße Flöckchen im Bart sind unangenehm, aber häufig. Meist stecken trockene Haut oder eine Neigung zu seborrhoischer Dermatitis dahinter. Beides lässt sich gut in den Griff bekommen – mit unterschiedlichen Mitteln.

Trockene Haut
mehr Pflege, milder waschen
Seborrhoische Dermatitis
fettige, gelbliche Schuppen, Rötung
Hilfsmittel
Bürste, Öl, ggf. medizinisches Shampoo

Zwei Arten von Schuppen

Trockene HautSeborrhoische Dermatitis
Schuppenfein, weiß, trockengrößer, gelblich, oft fettig
Hautspannt, wenig gerötetgerötet, manchmal juckend
typische StellenüberallNasenfalten, Augenbrauen, Bart, Kopfhaut
AuslöserKälte, heißes Wasser, scharfe ReinigungNeigung, Hefepilze der Hautflora, Stress, Jahreszeit

Ursache 1: Trockene Haut

Unter einem Bart trocknet die Haut leicht aus, weil Cremes das Haar verkleben und deshalb oft weggelassen werden. Dazu kommen heißes Wasser, Duschgel und trockene Heizungsluft. Die Folge sind feine weiße Schuppen, die sich beim Kämmen lösen.

Was hilft

  1. Mild waschen, zwei- bis dreimal pro Woche mit einem Bartshampoo.
  2. Lauwarm statt heiß.
  3. Bartöl täglich, vor allem in die Haut, siehe Bartöl anwenden.
  4. Bürste mit Naturborsten, um lose Schüppchen zu lösen.
  5. Ein mildes Peeling ein- bis zweimal pro Woche bei kurzem Bart.

Ursache 2: Seborrhoische Dermatitis

Die seborrhoische Dermatitis ist eine häufige, harmlose, aber oft wiederkehrende Hauterkrankung. An ihr sind Hefepilze der normalen Hautflora beteiligt, die sich auf talgreicher Haut besonders wohlfühlen. Typisch sind gerötete Stellen mit gelblichen, fettigen Schuppen – im Bart, an den Nasenfalten, an den Augenbrauen und auf der Kopfhaut.

Was hilft

  • Medizinische Shampoos mit pilzhemmenden Wirkstoffen, die man auch im Bart einwirken lassen kann. Welches geeignet ist, klärt am besten eine Apotheke oder eine Hautarztpraxis.
  • Regelmäßiges Waschen, weil sich die Schuppen sonst ansammeln.
  • Weniger schwere Öle, die die Hefepilze zusätzlich „füttern“ könnten. Leichte Öle wie Jojoba oder Squalan sind oft besser verträglich als reichhaltige Pflanzenöle.

Vorsicht: Anti-Schuppen-Shampoos für die Kopfhaut sind nicht alle für die Gesichtshaut gedacht. Vor dem Einsatz im Bart die Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

Wann zum Arzt?

Wenn die Schuppen trotz Pflege bleiben, die Haut gerötet ist, nässt oder stark juckt, oder wenn kahle Stellen entstehen, ist eine hautärztliche Praxis die richtige Adresse. Seborrhoische Dermatitis lässt sich gut behandeln, kommt aber oft in Schüben wieder – ein Plan für die Pflege zwischen den Schüben hilft.

Vorbeugen im Alltag

  • Nach dem Sport oder starkem Schwitzen den Bart ausspülen.
  • Bartöl ohne viel Duft wählen.
  • Kamm und Bürste regelmäßig reinigen.
  • Im Winter öfter ölen, die Heizungsluft nicht unterschätzen.

Wer zusätzlich unter Juckreiz leidet, findet weitere Hinweise unter Bart juckt.

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