Fakten über den Bart – 15 Dinge, die du vielleicht nicht wusstest
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Wie schnell wächst ein Bart, wer hat ihn besteuert, und seit wann gibt es Weltmeisterschaften dafür? Fünfzehn Fakten, geprüft und mit Hinweis, wo die Zahlen herkommen.
- Wachstum
- um die 0,4 mm pro Tag
- Bartsteuer
- Russland, 1698–1772
- Erste Bart-WM
- 1990, Höfen an der Enz

Wachstum und Haar
1. Ein Bart wächst um die 0,4 Millimeter pro Tag. Das sind knapp drei Millimeter pro Woche und gut ein Zentimeter im Monat. Die Unterschiede zwischen einzelnen Männern sind allerdings groß. Mehr unter Bartwuchs.
2. Barthaar ist ein Terminalhaar. Es entsteht in der Pubertät, wenn feiner Flaum unter dem Einfluss von Androgenen zu kräftigem Haar umgebaut wird.
3. Der Bart ist oft erst mit Mitte oder Ende zwanzig voll entwickelt. Wer mit 18 noch keinen dichten Bart hat, kann später trotzdem einen bekommen – siehe Bartwuchs und Alter.
4. Rasieren macht den Bart nicht dichter. Das nachwachsende Haar hat eine stumpfe Spitze und fühlt sich deshalb kräftiger an. An der Zahl oder Dicke der Haare ändert die Rasur nichts. Siehe Bart-Mythen.
5. Viele Bärte werden früher grau als das Kopfhaar. Eine vollständige Erklärung gibt es nicht; auffällig ist es aber, weil einzelne helle Haare im dunklen Bart stark kontrastieren. Siehe Grauer Bart.
6. Die maximale Bartlänge ist begrenzt. Jedes Haar hat eine Wachstumsphase, deren Länge erblich ist. Danach fällt es aus. Deshalb werden manche Bärte bis zur Brust lang, andere nicht.
Geschichte
7. Pharaonen trugen Kunstbärte. Der zeremonielle Bart am Kinn war ein Machtsymbol – auch die Pharaonin Hatschepsut wurde damit dargestellt.
8. Hadrian war der erste römische Kaiser mit Vollbart. Vor ihm waren die Kaiser glatt rasiert.
9. Peter der Große führte 1698 eine Bartsteuer ein. Wer den Bart behalten wollte, zahlte und bekam eine Marke als Quittung. Die Abgabe brachte wenig ein und wurde 1772 unter Katharina der Großen formal abgeschafft.
10. Eine Tudor-Bartsteuer ist eine Legende. Dass Heinrich VIII. von England Bärte besteuert habe, wird oft erzählt, ist aber nicht durch zeitgenössische Quellen belegt.
11. Der Henriquatre ist nach einem König benannt: nach Heinrich IV. von Frankreich. Siehe Henriquatre.
12. Um 1900 gab es Tassen für Schnurrbärte. Die Barttasse hatte einen Steg, der den gewichsten Schnurrbart beim Trinken trocken hielt.
Kurioses
13. Es gibt eine Bart-Weltmeisterschaft. Sie fand 1990 zum ersten Mal statt, in Höfen an der Enz im Schwarzwald. Später war Deutschland noch mehrmals Gastgeber, etwa 2013 in der Nähe von Stuttgart und 2023 in Burghausen.
14. Bei der Bart-WM gibt es drei große Gruppen: Schnurrbart, Teilbart und Vollbart, jeweils mit vielen Unterkategorien – vom englischen Schnurrbart bis zum Freistil. Seit 2017 gibt es auch eigene Kategorien für Frauen.
15. Ein Bart schützt ein bisschen vor Sonne. Er hält einen Teil der UV-Strahlung von der Haut darunter ab – umso mehr, je dichter er ist. Einen Sonnenschutz für die übrigen Gesichtspartien ersetzt er aber nicht. Siehe Männerpflege.
Merke: Viele „Bartfakten“ im Netz sind nicht belegt, etwa genaue Zahlen dazu, wie viele Stunden ein Mann im Leben mit Rasieren verbringt. Wir haben hier nur aufgenommen, was sich an zuverlässigen Quellen prüfen lässt.
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