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Movember – ein Monat Schnurrbart für die Männergesundheit

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Jedes Jahr im November lassen Männer weltweit einen Schnurrbart wachsen. Hinter der Aktion steckt kein Modetrend, sondern eine Kampagne für Männergesundheit, die 2003 in Australien begann.

Zeitraum
1.–30. November
Start
glatt rasiert
Themen
Prostata, Hoden, psychische Gesundheit
SCHNURRBART
Am 1. November glatt rasiert, am 30. November mit Schnurrbart – das ist die Grundidee des Movember.

Wie alles anfing

Der Name ist ein Kofferwort aus mo, einem australischen Umgangswort für Schnurrbart, und November. Die Aktion entstand 2003 in Melbourne, als eine kleine Gruppe von Freunden beschloss, im November Schnurrbärte wachsen zu lassen und damit Aufmerksamkeit für Männergesundheit zu wecken. Daraus wurde die Movember Foundation, eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Melbourne, die inzwischen in vielen Ländern aktiv ist.

Die Regeln

  1. Am 1. November glatt rasiert beginnen.
  2. Den ganzen Monat über nur einen Schnurrbart wachsen lassen – kein Vollbart, kein Kinnbart.
  3. Den Schnurrbart als Gesprächsanlass nutzen und Spenden sammeln.

Wer keinen Schnurrbart tragen kann oder will, kann auf andere Weise mitmachen, etwa mit Sport-Challenges.

Worum es geht

Die Kampagne konzentriert sich auf drei Themen:

  • Prostatakrebs, eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern,
  • Hodenkrebs, der besonders junge Männer betrifft,
  • psychische Gesundheit und Suizidprävention.

Die gesammelten Gelder fließen nach Angaben der Stiftung in Forschungs- und Gesundheitsprojekte. Genaue und aktuelle Zahlen stehen auf der offiziellen Website.

Merke: Der eigentliche Zweck ist das Gespräch. Viele Männer gehen selten zu Vorsorgeuntersuchungen und sprechen ungern über psychische Probleme. Ein seltsamer Schnurrbart im November bietet einen Anlass.

In einem Monat zum Schnurrbart

Vier Wochen sind für einen Schnurrbart eher knapp: Bei um die 0,4 Millimetern pro Tag sind es am Monatsende gut ein Zentimeter. Das reicht für einen dichten Chevron oder einen kurzen englischen Schnurrbart, aber noch nicht zum Zwirbeln. Tipps:

  • Woche 1: nichts tun außer Wachsenlassen. Die Oberlippe juckt, das geht vorbei.
  • Woche 2: Wangen und Kinn weiter rasieren, damit der Schnurrbart als solcher erkennbar ist.
  • Woche 3: Mit einem kleinen Kamm ordnen, Haare über der Lippe mit einer Schere kürzen.
  • Woche 4: Mit einem Hauch Bartwichse die Enden formen.

Mehr über die verschiedenen Formen steht unter Schnurrbart.

Und danach?

Viele rasieren den Schnurrbart am 1. Dezember wieder ab. Andere stellen fest, dass er ihnen steht, und behalten ihn. Beides ist in Ordnung. Wer ihn behält, findet in der Rubrik Bartstile Ideen, wohin es weitergehen kann.

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