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Der Henriquatre – Spitzbart mit königlicher Geschichte

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Der Henriquatre ist einer der wenigen Bärte, die nach einer bestimmten Person benannt sind: nach König Heinrich IV. von Frankreich. Er kombiniert einen Schnurrbart mit einem schmalen, spitz zulaufenden Kinnbart.

Wachstum
etwa 6–10 Wochen
Schwierigkeit
mittel
Wirkung
streckt das Gesicht, betont das Kinn
Gemälde von Heinrich IV. von Frankreich mit Halskrause, Schnurrbart und spitzem Kinnbart
Heinrich IV. von Frankreich, gemalt von Frans Pourbus dem Jüngeren. Schnurrbart und schmaler Kinnbart gaben der Form ihren Namen. Foto: Frans Pourbus the Younger, Public domain, Wikimedia Commons.

Der Namensgeber

Heinrich IV. (1553–1610) war ab 1589 König von Frankreich und zuvor König von Navarra. Er gilt als einer der populärsten französischen Könige, auch wegen des Edikts von Nantes von 1598, das den Protestanten im Land Rechte zusicherte. Auf zeitgenössischen Porträts trägt er einen kräftigen Schnurrbart und einen spitzen Kinnbart. Der Name „Henriquatre“ ist schlicht die französische Form von „Heinrich IV.“.

Die Form

Ein Henriquatre besteht aus:

  • einem Schnurrbart, oft mit leicht nach oben gedrehten Spitzen,
  • einem schmalen Kinnbart, der nach unten spitz zuläuft,
  • meist einer Verbindung zwischen beiden an den Mundwinkeln oder einer schmalen Lücke,
  • glatt rasierten Wangen.
HENRIQUATRE
Schema eines Henriquatre: Schnurrbart mit leicht gedrehten Spitzen und schmaler Kinnspitze.

Im Unterschied zum Anker-Bart läuft der Kinnbart nicht an der Kieferlinie entlang, und im Unterschied zum Goatee ist er schmaler und deutlich länger.

Für wen er sich eignet

Der Henriquatre streckt das Gesicht und setzt einen klaren Akzent am Kinn. Das passt gut zu runden und eckigen Gesichtern. Bei einem langen, schmalen Gesicht wirkt er schnell überzeichnet. Wichtig ist ein dichter Wuchs am Kinn – an den Wangen braucht es dagegen gar nichts.

So entsteht er

  1. Den Bart sechs bis zehn Wochen wachsen lassen, bis das Kinn genug Länge hat.
  2. Die Wangen und Koteletten rasieren.
  3. Den Kinnbart auf die Breite des Mundes oder etwas schmaler begrenzen.
  4. Die Spitze formen: nach unten kämmen und seitlich schräg zuschneiden.
  5. Den Schnurrbart an den Seiten wachsen lassen, damit sich die Spitzen später drehen lassen.

Merke: Ohne ein Stylingprodukt verliert die Spitze schnell die Form. Ein wenig Bartwachs für das Kinn und etwas Bartwichse für die Schnurrbartspitzen reichen.

Henriquatre heute

Die Form taucht bis heute regelmäßig in Filmen und Serien mit historischen Stoffen auf, aber auch im Alltag – dann meist kürzer und weniger spitz. Wer einen Hauch davon möchte, trägt einen kurzen Kinnbart mit dezentem Schnurrbart.

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