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Der Wikingerbart – lang, voll und gern geflochten

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Ein Wikingerbart ist lang, voll und darf etwas wild aussehen – solange er gepflegt ist. Oft gehören Zöpfe oder Bartperlen dazu. Mit den historischen Wikingern hat das Bild nur teilweise zu tun.

Länge
ab etwa 10 cm
Wachstum
6–12 Monate
Pflege
täglich kämmen und ölen, Spitzen schneiden
Historisierendes Gemälde von Peter Nicolai Arbo mit bärtigen Kriegern der Wikingerzeit
Das Bild der bärtigen Wikinger prägten vor allem Maler des 19. Jahrhunderts wie der Norweger Peter Nicolai Arbo. Foto: Peter Nicolai Arbo, Public domain, Wikimedia Commons.

Was wir über Bärte der Wikingerzeit wissen

Das Bild vom wilden, zotteligen Wikinger stammt zu einem großen Teil aus dem 19. Jahrhundert, aus Gemälden, Opern und später Filmen. Die Wirklichkeit war vermutlich gepflegter: Kämme aus Knochen und Geweih gehören zu den häufigsten Fundstücken aus Gräbern und Siedlungen der Wikingerzeit. Das spricht dafür, dass Haar- und Bartpflege im Alltag eine Rolle spielte. Ob Bärte damals tatsächlich geflochten wurden, lässt sich dagegen kaum belegen.

Die heutige Form

Was heute als Wikingerbart gilt, ist ein langer Vollbart ab etwa zehn Zentimetern, oft mit:

  • einem oder mehreren Zöpfen, meist am Kinn,
  • Bartperlen oder -ringen aus Metall oder Holz, siehe Bartschmuck,
  • einem Schnurrbart, der in den Bart übergeht,
  • oft kombiniert mit langem Haar, Undercut oder rasierten Seiten.
WIKINGERBART
Schema eines Wikingerbarts: langer Vollbart mit einem geflochtenen Zopf in der Mitte.

Wachsen lassen

Für einen Wikingerbart brauchst du vor allem Geduld: bei durchschnittlichem Wachstum etwa ein halbes bis ganzes Jahr. In dieser Zeit wird nur die Halslinie etwas aufgeräumt und die Spitzen gelegentlich geschnitten, damit sie nicht ausfransen. Wie man die Durststrecke übersteht, steht unter Langer Bart.

Einen Bartzopf flechten

  1. Bart waschen, trocknen, ölen und gründlich kämmen.
  2. Einen Strang am Kinn abteilen, nicht zu dick – etwa daumenbreit.
  3. In drei gleich dicke Teile trennen.
  4. Wie beim Haarzopf flechten: abwechselnd den rechten und den linken Strang über die Mitte legen.
  5. Am Ende mit einem kleinen Gummi, einem Bartring oder einer Perle sichern.

Merke: Zöpfe nicht über Nacht im Bart lassen und nicht zu straff flechten. Ständiger Zug strapaziert die Haare und kann an der Haut ziepen.

Pflege

Ein Wikingerbart braucht mehr als ein kurzer Bart:

  • Täglich kämmen, von den Spitzen nach oben, um Knoten zu lösen.
  • Mehr Öl: acht bis zehn Tropfen, zuerst an die Haut, dann in die Längen.
  • Balsam für die Längen, damit sie nicht strohig werden.
  • Waschen mit Conditioner, besonders nach dem Tragen von Zöpfen.
  • Spitzen schneiden alle vier bis acht Wochen.

Wenn der Bart nicht mitspielt

Nicht jeder Bart wird lang. Manche Barthaare haben eine kurze Wachstumsphase und fallen aus, bevor sie große Länge erreichen. Das ist genetisch bedingt und lässt sich kaum beeinflussen. Mehr dazu unter Bartwuchs.

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