Kinnbart – vom Soul Patch bis zum Spitzbart
Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten
Beim Kinnbart wächst der Bart nur dort, wo er bei den meisten Männern am dichtesten ist: am Kinn. Das macht ihn zu einer der einfachsten und zugleich wandelbarsten Bartformen.
- Wachstum
- etwa 3–6 Wochen
- Wirkung
- streckt das Gesicht
- Pflege
- Wangen und Oberlippe regelmäßig rasieren
Die Formen
| Form | Beschreibung |
|---|---|
| Soul Patch (Fliege, Mouche) | kleines Büschel direkt unter der Unterlippe |
| Kinnbart | Bart nur am Kinn, rund oder eckig |
| Spitzbart / Ziegenbart | Kinnbart, der nach unten spitz zuläuft |
| Kinnbart mit Schnurrbart | verbunden = Goatee, getrennt = Van Dyke |
| Henriquatre | schmaler Spitzbart mit Schnurrbart, siehe Henriquatre |
Warum er so gut funktioniert
Das Kinn ist bei den meisten Männern die Stelle mit dem dichtesten Bartwuchs. Wer an den Wangen Lücken hat, kann mit einem Kinnbart trotzdem einen richtigen Bart tragen. Außerdem lenkt der Kinnbart den Blick nach unten und verlängert das Gesicht – eine Wirkung, die besonders runde Gesichter vorteilhaft verändert.
Für wen er sich weniger eignet
Bei einem ohnehin langen, schmalen Gesicht verstärkt ein spitzer Kinnbart die Länge. Hier ist ein kurzer, eher runder Kinnbart die bessere Wahl. Mehr zur Wirkung auf verschiedene Gesichtsformen steht unter Welcher Bart passt zu mir.
So trimmst du einen Kinnbart
- Den Bart drei bis vier Wochen wachsen lassen, damit die Form sichtbar wird.
- Die Breite festlegen: Die Außenkanten liegen meist etwa senkrecht unter den Mundwinkeln.
- Mit dem Konturentrimmer die Seiten ziehen, die Wangen rasieren.
- Unter dem Kinn eine Kante setzen oder den Bart für einen Spitzbart nach unten zulaufen lassen.
- Für die Spitze die Haare nach unten kämmen und mit der Schere seitlich schräg zuschneiden.
Merke: Ein Spitzbart hält seine Form besser mit etwas Bartwachs. Eine erbsengroße Menge zwischen den Fingern anwärmen und die Spitze zusammendrehen.
Pflege
Die rasierten Flächen drumherum brauchen regelmäßige Rasur, alle zwei bis drei Tage. Der Bart selbst kommt mit wenig Pflege aus: waschen, ein paar Tropfen Öl, kämmen. Bei langen Spitzbärten gilt das Gleiche wie beim langen Bart: Spitzen regelmäßig schneiden, damit sie nicht ausfransen.
Ein Blick zurück
Spitze Kinnbärte waren in Europa im 16. und 17. Jahrhundert weit verbreitet, oft kombiniert mit einem gezwirbelten Schnurrbart. Bekannt ist bis heute der Henriquatre, benannt nach König Heinrich IV. von Frankreich. Die Geschichte dazu steht unter Henriquatre.
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