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Bartstile

Kaiser-Wilhelm-Bart: der Schnurrbart mit steilen Spitzen

Aktualisiert am Lesezeit: 2 Minuten

Mit Kaiser-Wilhelm-Bart ist heute meist der Schnurrbart von Wilhelm II. gemeint: mit Spitzen, die steil nach oben zeigen. Wilhelm I. trug dagegen einen breiten Backenbart. Beide prägten die Bartmode im Deutschen Kaiserreich.

Wachstum
4–6 Monate
Styling
starke Bartwichse
Pflege
hoch
KAISER-WILHELM-BART
Der Kaiser-Wilhelm-Bart: voller Schnurrbart mit steil nach oben gedrehten Spitzen.

Zwei Kaiser, zwei Bärte

KaiserRegierungszeitBart
Wilhelm I.1871–1888breiter Backenbart mit Schnurrbart, Kinn glatt
Wilhelm II.1888–1918voller Schnurrbart mit steil nach oben gedrehten Spitzen

Wenn heute jemand „Kaiser-Wilhelm-Bart“ sagt, meint er fast immer den Bart von Wilhelm II. Der Hoffriseur François Haby bewarb ihn mit dem Namen „Es ist erreicht“. Viele Männer im Kaiserreich ahmten ihn nach.

Die Bartbinde

Um die Spitzen nachts in Form zu halten, gab es die Bartbinde: ein Stoffband, das über den Schnurrbart gelegt und hinter den Ohren befestigt wurde. Heute gibt es sie noch als Nischenprodukt für Bartwettbewerbe.

Die Form heute

  • dichter, voller Schnurrbart
  • Spitzen werden steil nach oben gedreht, fast senkrecht
  • Wangen und Kinn meist glatt
  • im Unterschied zum normalen Zwirbelbart sind die Spitzen höher und steiler

So stylst du ihn

  1. Schnurrbart vier bis sechs Monate wachsen lassen, die Seiten nicht kürzen.
  2. Mit einem feinen Kamm scheiteln und zur Seite kämmen.
  3. Kräftige Bartwichse einarbeiten.
  4. Die Enden drehen und dabei steil nach oben ziehen.
  5. Optional über Nacht eine Bartbinde tragen.

Merke: Für steile Spitzen brauchst du eine Wichse mit sehr starkem Halt. Weiche Produkte lassen die Spitzen im Lauf des Tages sinken.

Pflege

Abends die Wichse auswaschen und die Haare mit etwas Bartöl pflegen. Die Haut darunter wird durch die Wichse oft trocken. Ein Pflegetag ohne Styling pro Woche tut ihr gut.

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